Inmitten der beiden Duelle mit Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal empfängt Bayer 04 Leverkusen am Samstag ausgerechnet Bayern München. Schwachstellen sieht Kasper Hjulmand beim Bundesliga-Tabellenführer keine.
Wichtige Woche für Bayer
Zumindest bezüglich der Pressekonferenz am Freitagmittag erleichterte die knifflige Ausgangslage das Leben von Kasper Hjulmand: „Vor zwei Tagen habe ich gesagt, wir spielen gegen eine der besten Mannschaften Europas, und diesmal kann ich dasselbe sagen“, blickte Leverkusens Cheftrainer auf das Heimspiel gegen den FC Bayern voraus.
Nach dem 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Arsenal bietet sich der Werkself „die Möglichkeit, noch einmal eine Top-Leistung gegen eine Top-Mannschaft zu bringen.“ Trotz eines „ganz guten“ Auftritts in der Champions League glaubt der Däne daran, „dass wir es noch einen Tick besser machen können.“ Etwa, weil er bei der Münchner 6:1-Machtdemonstration in Bergamo Ansätze erkannt hat, den Tabellenführer schlagen zu können?
„Nein, nicht von diesem Spiel“, gestand Hjulmand lachend. Auch ohne ihren leicht angeschlagenen Top-Torjäger Harry Kane, dessen Einsatz auch am Samstag noch offen ist, hatten die Bayern vielmehr „keine Schwäche“ offenbart und den Coach des kommenden Kontrahenten sowohl in puncto Pressing- als auch Eins-gegen-eins-Verhalten überzeugt. „Das ist eine dieser Entwicklungen im Abwehrverhalten: mehr und mehr Eins-gegen-eins – und das machen sie sehr, sehr stark“, zollte Hjulmand seinen Respekt.
Tella zurück im Spieltagskader
Mit Ausnahme des 3:1-Erfolgs in Leipzig am 15. Spieltag haben die Leverkusener all ihre fünf Duelle mit Teams, die in der Tabelle zum jeweiligen Zeitpunkt vor der Werkself rangierten, verloren. Hjulmand gab sich dennoch optimistisch: „Alles ist möglich in einem Spiel. Wir sehen Möglichkeiten, auch die Bayern vor große Fragen zu stellen.“
Keine Hilfe wird dabei Standardspezialist und Top-Scorer Grimaldo (5. Gelbe Karte) sein, der die Partie in der ausverkauften BayArena ebenso wie der seit Wochen verletzte Stammkeeper Mark Flekken (Aufbautraining nach Innenbandverletzung im Knie) verpasst. Während Nathan Tella nach überstandener Fußverletzung seine Kader-Rückkehr feiert, stellt der defensiv flexibel einsetzbare Tim Oermann auch durch sein Tempo „eine Möglichkeit für dieses Spiel“ dar.
Ob das Offensivtrio Martin Terrier, Ibrahim Maza und Christian Kofane einer Rotation zum Opfer fällt, „sehen wir morgen“, hielt sich der grinsende Trainer indes bedeckt. Generell steht für ihn fest: „Dieses Spiel ist sehr wichtig. Im nächsten Spiel gegen Arsenal haben wir die Möglichkeit, etwas Großes zu schaffen – das ist ein großer Fokus. Und natürlich ist auch das letzte Spiel in dieser Woche in Heidenheim super, super wichtig.“

