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„Er weiß, dass er Mist gebaut hat“: Das sagen Bauer und Schwegler zum Fall Vavro

Der Fall Denis Vavro beschäftigt den VfL Wolfsburg. Der Slowake ist in seiner Heimat ausgerastet – und musste dies nun seinem Arbeitgeber erklären. Das sagen Sportdirektor Schwegler und Trainer Bauer zum Eklat.

Video zeigt den Ausraster des Wolfsburg-Verteidigers

Aus Wolfsburgs Trainingslager in Lissabon berichtet Thomas Hiete

Ein 1:1 im einzigen Test dieses Winters, das Wolfsburger Spiel gegen den portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora, geriet ein wenig in den Hintergrund. Weil im Vorfeld dieser Partie auch den VfL die Geschichten aus der slowakischen Heimat von Denis Vavro erreichten. Ein kräftiger Schlag des Innenverteidigers in das Gesicht eines Jugendlichen.

Das Video zeigt: Vavro schlägt einem Jungen mit der flachen Hand ins Gesicht

Geschehen ist dies im Heimaturlaub des Profis bei einem Hallenturnier, an dem Vavro als Spieler teilgenommen hat. Es kam auf dem Feld zu Tumulten, ein Video zeigt einen hochemotionalen Profifußballer, der sich das Trikot vom Leib reißt. Und der sich letztlich zu einem schwerwiegenden Fehler hinreißen lässt. Vavro schlägt einem Teenager mit der flachen linken Hand voll ins Gesicht.

„Denis weiß, dass er großen Mist gebaut hat. Er hat sich schon an dem Tag beim Jungen und der Mama entschuldigt.“ (Woilfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler über Denis Vavro)

Dem VfL Wolfsburg wurde der Vorfall, der über die Weihnachtsfeiertage gewesen sein soll, auch erst jetzt bekannt. Es kam umgehend zum Gespräch mit Vavro. „Wir haben mit Denis gesprochen. Er weiß, dass er großen Mist gebaut hat“, sagt Sportdirektor Pirmin Schwegler. „Er hat sich schon an dem Tag beim Jungen und der Mama entschuldigt.“ In der Slowakei, so habe es Vavro seinem Arbeitgeber berichtet, sei das Thema schon wieder erledigt gewesen.

In Deutschland kommt es nun auf, die Bewegtbilder sind für Vavro und auch den VfL höchst unappetitlich. „Es ist nicht gut, im Gegenteil“, sagt Schwegler, „das werden wir nicht gutheißen.“ Ob Vavro eine Geldstrafe erhält, will der Schweizer nicht kommentieren. „Die Konsequenzen werden wir intern besprechen.“

Eine unmittelbare sportliche Konsequenz gab es am Dienstag jedenfalls nicht. Vavro kam im Spiel gegen Amadora in der zweiten Hälfte zum Einsatz, verschuldete kurz vor Schluss durch einen unnötigen Ballverlust beinahe noch einen Gegentreffer.

Trainer Bauer ist voll des Lobes über Vavro

Dennoch war Trainer Daniel Bauer voll des Lobes über den 29-Jährigen. „Denis hat eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt, vor seinem Fehler war er 44 Minuten lang so, wie ich ihn mir wünsche.“ Der Vorfall stört freilich auch den Coach: „Wir haben es wahrgenommen und intern aufgearbeitet“, betont Bauer. „Ich bin alles andere als begeistert, das gehört sich nicht. Denis hat sich bei dem Jungen entschuldigt.“

Ansonsten aber gelte: „Denis ist fit und gesund.“ Gleichwohl könnte es in diesem Januar noch zum Abschied des slowakischen Nationalspielers kommen, der unter Bauer nicht mehr erste Wahl ist und für den es Leih-Interessenten geben soll. Ausschließen will Bauer das nicht, er sagt aber auch: „Die Truppe wächst mit jedem Tag enger zusammen, Denis ist auch ein großer Teil davon. Er hat sich sehr gut präsentiert nach der Pause.“ Gleichwohl deutet der Trainer an: „Es kann sein, dass es noch Veränderungen gibt.“

Ermahnende Worte, wahrscheinlich auch eine Geldstrafe, das sind die Konsequenzen für Vavro, gegen den aber der slowakische Fußballverband ermitteln soll. Eine Spielsperre für Vavro gab es nicht. Wenngleich das Video aus der Heimat zeigt: Vavro bekam vom Schiedsrichter für den Schlag noch die Rote Karte gezeigt.

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