Erleichterung bei Yan Couto und Borussia Dortmund: Nach kicker-Informationen hat sich der Brasilianer im DFB-Pokalspiel bei Rot-Weiss Essen (1:0) nicht schwerer verletzt. Schmerzhaft war der Tritt aufs Knie durch den Essener Kelsey Owusu dennoch.
BVB-Personallage in der Defensive könnte sich sogar entspannen
Es war eine üble Szene, die schlimmste Befürchtungen bei Borussia Dortmund hervorrief: In der Nachspielzeit des Erstrundenspiels im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen (1:0) trat Essens Kelsey Owusu – der sich anschließend in den sozialen Medien mit rassistischen Beleidigungen konfrontiert sah und deshalb sein Instragram-Profil deaktivierte – mit gestrecktem Bein aufs Knie des Dortmunder Außenverteidigers Yan Couto. Sofort ging der Brasilianer zu Boden und wälzte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden, ehe er vom Platz getragen werden musste.
Doch so groß die Sorgen zunächst waren, so groß ist heute die Erleichterung beim BVB: Couto hat sich in der Szene nicht schwerer verletzt. Nach kicker-Informationen könnte er mit etwas Glück und gutem Heilfleisch bereits beim Bundesliga-Auftakt beim FC St. Pauli am Samstag wieder einsatzbereit sein.
Schmerzhafte Knieprellung, aber keine Bänderverletzung
Die Untersuchungen am heutigen Dienstag ergaben, dass kein Band verletzt wurde. Couto habe sich demnach lediglich eine schmerzhafte Knieprellung zugezogen. Die Hoffnungen von Dortmunds Trainer Niko Kovac haben sich dadurch erfüllt. Bereits kurz nach dem Abpfiff hatte der 53-Jährige gesagt: „Ich hoffe, es ist nicht allzu viel passiert. Ich bin zuversichtlich, dass es am Ende nur eine schwere Prellung ist.“
Statt sich zu vergrößern, könnten sich die Personalsorgen in der Dortmunder Defensive nun im besten Fall sogar verringern. Denn bis Samstag sollte Rechtsverteidiger Julian Ryerson, der das Pokalspiel aufgrund eines im Training erlittenen Schlags auf die Wade absagen musste, nach aktuellem Stand wieder zur Verfügung stehen. Sollte auch Couto grünes Licht signalisieren, hätte Kovac auf der rechten Seite die Qual der Wahl.
Kovac über Mané: „Ich war sehr zufrieden“
Überschaubar bleibt dagegen die Auswahl in der Innenverteidigung, die weiter ohne die verletzten Nico Schlotterbeck, Emre Can und Niklas Süle auskommen muss. Allerdings gab es aus Dortmunder Sicht auch dort in Essen einen Lichtblick: Youngster Filippo Mané lieferte gegen den Drittligisten eine solide Partie ab und dürfte auch gegen St. Pauli neben Ramy Bensebaini und Waldemar Anton in der Dreierkette starten. „Dass er gespielt hat, war die logische Konsequenz aus der Verletzung von Niklas Süle. Er hat das angesichts des Rahmens und der Bedeutung des Spiels richtig gut gemacht und seinen Mann gestanden“, bilanzierte Kovac zufrieden. „Ich war mit seiner Leistung sehr zufrieden. Wenn er so weitermacht, dann ist das richtig gut.“

