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Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Toppmöller

Eintracht Frankfurt und Dino Toppmöller, einst passte das wie der Deckel auf den Topf. Die Hessen erlebten unter dem 45-Jährigen durchaus erfolgreiche Zeiten, qualifizierten sich zweimal direkt für den Europapokal. Doch nun ist es vorbei: Die SGE trennt sich von ihrem einstigen Erfolgscoach.

Meier und Schmitt als Interimslösung

Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer von Eintracht Frankfurt. kicker-Informationen bestätigen einen Bericht von Sky, dass der Verein die Reißleine zieht und Toppmöller, der noch einen Vertrag bis 2028 in Frankfurt besessen hatte, mit sofortiger Wirkung entlässt. Eine offizielle Meldung der SGE gab es noch nicht.

Wie der kicker zudem erfuhr, übernehmen U-19-Trainer Alex Meier und U-23-Coach Dennis Schmitt interimsweise die Aufgaben von Toppmöller.

Europa League, Champions League, Seuchenjahr

2023/24 folgte Toppmöller auf Oliver Glasner als Frankfurter Trainer und trat damit auch in die Fußstapfen seines Vaters Klaus, der die Eintracht von 1993 bis 1994 trainiert hatte. Dino hielt jedenfalls länger durch als sein „alter Herr“, führte die SGE in seiner ersten Saison auf Platz sechs und in seiner zweiten direkt auf Platz drei und in die Champions League.

Die aktuelle Saison aber erwies sich als Seuchenjahr, vor allem defensiv klappte es nicht. Immer wieder offenbarten sich Abwehrschwächen, es hagelte Gegentore. Die Gründe waren bekannt: Die SGE verteidigte nicht im Verbund, erlaubte sich immer wieder individuelle Schnitzer, wie etwa beim jüngsten 3:3 in Bremen, als zunächst Nathaniel Brown und später dann Ritsu Doan im Kern den gleichen Fehler machten – beide Male schlug es anschließend ein.

Immer wieder die gleichen Fehler

In 18 Ligaspielen kassierten die Adlerträger bereits 39 Gegentore – aktueller Höchstwert in der Bundesliga. „Es sind immer wieder die gleichen Fehler. Wir haben jetzt seit 17, 18 Spielen die gleichen Themen, die uns begleiten. Wir bekommen unfassbar einfache Gegentore, sind im Ballbesitz viel zu hektisch – und haben keine Struktur“, schimpfte dann auch Sportvorstand Markus Krösche nach dem Spiel in Bremen und machte deutlich, dass man so nicht weitermachen könne – ein Bekenntnis zum da bereits angezählten Trainer vermied er explizit.

Toppmöller wusste da womöglich schon, was ihn erwartet, auch wenn er noch gute Miene zum bösen Spiel machte und davon sprach, dass er nicht das Gefühl habe, vor der Entlassung zu stehen. Er wies aber auch darauf hin, dass sein Gefühl in diesem Moment nichts zur Sache tue und er als Trainer selbstverständlich in „allererster Linie in der Verantwortung steht“. In Zukunft liegt diese nun aber nicht mehr bei ihm, jedenfalls nicht im Hinblick auf die Adlerträger.

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