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Eberls deutliche Kritik an Wanner

Paul Wanner wird den dünn besetzten FC Bayern Richtung Niederlande verlassen. Das stößt bei Sportvorstand Max Eberl auf Unverständnis.

„Wenn man dann nicht glaubt …“

Am Freitagabend darf oder müsste Paul Wanner einen niederländischen TV-Sender finden, um das Auftaktspiel des FC Bayern gegen Herausforderer RB Leipzig live zu sehen. Eigentlich hätte dem noch angeschlagenen 19-Jährigen ein Platz auf der Tribüne in der Allianz-Arena zugestanden, doch Wanner wechselt noch vor dem Wochenende zur PSV nach Eindhoven.

Die Bayern kassieren für ihr Eigengewächs eine Sockelablöse von 15 Millionen Euro und sicherten sich zudem eine Rückkaufoption. Für den Fall der Fälle, dass Wanner sich in Eindhoven so entwickelt, wie sich die Verantwortlichen das in München immer gewünscht hatten. Dafür war Wanner schließlich nacheinander an Zweitligist Elversberg und Conference-League-Teilnehmer Heidenheim verliehen worden.

Nun aber, als sich in Abwesenheit von Thomas Müller und des verletzten Jamal Musiala beim FC Bayern die Gelegenheit ergab, endlich durchzustarten, suchte Wanner lieber eine neue Herausforderung bei einem Europacup-Teilnehmer, bei dem er garantiert mehr sein dürfte als nur ein verheißungsvolles Talent. Oder Lückenfüller.

„Wir wollen mit Spielern arbeiten, die Bock darauf haben, Bayern-München-Spieler zu werden.“ (Sportvorstand Max Eberl)

Max Eberl hat dafür nur wenig Verständnis und ließ am Donnerstag zwischen den Zeilen deutliche Kritik durchblicken. „Es kommt auf die Spieler an, die besser werden wollen. Die sich Herausforderungen stellen wollen“, bemängelte der Sportvorstand, der bei der Vorstellung von Luis Diaz vor wenigen Wochen noch von der „Riesen-Möglichkeit“ für Wanner geschwärmt hatte.

In der Offensive sind die Bayern eben dünn besetzt, das muss sogar Eberl zugeben und nun Leihgeschäfte einfädeln, um den Kader zu ergänzen (oder vielleicht sogar zu verstärken). „Und wenn man dann nicht glaubt … Dann muss man irgendwie eine Entscheidung treffen. Wir wollen an Spieler glauben. Wir wollen mit Spielern arbeiten, die Bock darauf haben, Bayern-München-Spieler zu werden. Da gehören Schritte dazu, da gehört auch Mut dazu. Mit denen wollen wir uns beschäftigen.“

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