Um den deutschen Profifußball fit für die Zukunft zu machen, hat die DFL eine Expertengruppe ins Leben gerufen – mit prominenten Namen. Erste Resultate soll es schon bald geben.
Erste Ergebnisse im Frühjahr erwartet
Jürgen Klopp bringt sich aktiv ein, um den deutschen Profifußball weiterzuentwickeln. Der langjährige Erfolgstrainer und heutige Head of Global Soccer bei Red Bull, der gerade vom kicker mit dem Walther-Bensemann-Preis ausgezeichnet wurde, ist Teil einer neuen Expertengruppe, die die DFL gegründet hat. Darin sollen Kompetenzen aus Klubs, Liga, DFB und externen Fachleuten gebündelt werden, um „künftige Schwerpunkte der Fußballentwicklung sowie ein erstes Maßnahmenpaket auszuarbeiten“, heißt es.
Neben Klopp gehören zum neuen Gremium Andreas Bornemann (FC St. Pauli), Joti Chatzialexiou (1. FC Nürnberg) und Markus Krösche (Eintracht Frankfurt) aus der DFL-Kommission Fußball, Jochen Sauer (FC Bayern) als Vertreter der DFL-Kommission Leistungszentren sowie Ex-Profi Sami Khedira, der wie Klopp seine „umfassende Erfahrung aus ausländischen Top-Ligen und Strukturen“ einbringen soll. Themenspezifisch werden außerdem neben DFL-Geschäftsführer Marc Lenz und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig weitere nationale und internationale Fachleute eingebunden.
„Wir sind davon überzeugt, dass finanzielle, rechtliche und sportliche Rahmenbedingungen sitzen müssen, um die Bundesligen und den deutschen Fußball stetig wettbewerbsfähig zu halten“, wird Lenz in der DFL-Mitteilung zitiert. „Zuletzt wurden sportliche Entwicklungen – unter anderem in der Nachwuchsförderung – intern im Ligaverband thematisiert. Es gilt gemeinsam die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Expertengruppe wird dazu wertvolle Impulse einbringen.“
Im Fokus sollen unter anderem die Ausbildung und Integration von Talenten sowie die Weiterentwicklung von Klub-Standards und -Strukturen stehen. Schon im Frühjahr werden erste Ergebnisse erwartet, die dann in den Liga-Gremien und anschließend mit allen 36 Erst- und Zweitligisten besprochen werden.
Zusätzliche Aufgabe für Krösche und Eberl
Um den Austausch zwischen DFL, Gremien und Klubs noch enger zu gestalten, wird nach DFL-Angaben außerdem künftig ein Vertreter der Kommission Fußball beratend an den Sitzungen des DFL-Präsidiums teilnehmen. Diese Aufgabe übernehmen Eintracht-Sportvorstand Krösche oder Bayern-Sportvorstand Max Eberl – „je nach terminlicher Verfügbarkeit“.

