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Der Weltmeister ruft: Argentinien nominiert Gladbach-Juwel Güner

Can Armando Güner (17) ist von Argentiniens Fußballverband (AFA) berufen worden. Gladbachs Offensivtalent, das bisher für die deutschen Junioren-Nationalmannschaften spielte, steht vor dem Debüt für die Südamerikaner.

Deutscher U-17-Nationalspieler abgeworben

„Can Armando Güner, Borussia Mönchengladbach“ – mit diesem Eintrag in die aktuelle Kaderliste der U-17-Nationalmannschaft teilte der argentinische Verband am Montag die erstmalige Nominierung des Gladbachers mit. Damit ist eingetreten, was der kicker Ende Juni exklusiv berichtet hatte: Argentinien macht ernst im Werben um den hochtalentierten Rechtsaußen, der seit der U 16 für die Auswahlmannschaften des DFB auf Torejagd gegangen war.

Schon seit langer Zeit wird der Flügelspieler von Scouts des argentinischen Verbands beobachtet. Jetzt, mit der erstmaligen Einladung, erfolgte der nächste Schritt. Güner ist für den anstehenden Lehrgang bereits in Buenes Aires eingetroffen.

Der in Krefeld geborene Güner hat neben türkischen auch argentinische Wurzeln, kann somit für Deutschland, die Türkei und Argentinien spielen. Der türkische Verband hatte in der Vergangenheit ebenfalls mal angeklopft – Güner entschied sich damals allerdings, für den DFB aufzulaufen.

Vertrag läuft 2026 aus – Interesse wird weiter steigen

„Ich fühle mich geehrt, wenn Interesse von anderen Verbänden vorhanden ist. Der argentinische Verband bemüht sich sehr, und es ist etwas Besonderes, wenn der aktuelle Weltmeister Interesse daran zeigt, mich einmal einzuladen“, hatte Gladbachs Titelheld im Juni im Interview mit dem kicker gesagt. Nun ging alles ganz schnell.

Güner war der Matchwinner im Endspiel um die Deutsche-B-Junioren-Meisterschaft Mitte Juni. Mit seinen zwei Toren zum 2:1 und 3:1 im Finale gegen RB Leipzig (Endstand 3:1) schoss er die U 17 der Fohlen zum ersten Titel in dieser Altersklasse seit 44 Jahren.  Güner war in der vergangenen Saison Stammspieler der Mannschaft und beendete die Spielzeit 2024/25 als bester Torschütze seines Teams.

Für Güner ist die Nominierung eine Auszeichnung und für die Borussen ein erfreuliches Signal, dass die Leistungen ihrer Nachwuchsspieler auch international viel Beachtung finden. Allerdings dürfte damit auch das Interesse am Offensivspieler weiter steigen. Güners Vertrag in Gladbach läuft 2026 aus. Die Borussia, die in Zukunft noch mehr Talente zu den Profis „durchbringen“ möchte, wird das Ziel verfolgen, den Youngster auch über den nächsten Sommer hinaus an sich zu binden.

Trotzdem eine Zukunft beim DFB? Die Tür bleibt offen

Güner trifft in Argentinien einen alten Bekannten aus der Bundesliga. Diego Placente, der ehemalige Profi von Bayer Leverkusen (2001 bis 2005), ist Trainer der argentinischen U-17-Auswahl. Mit seinem Team nimmt Placente – wie die DFB-Junioren – auch an der Weltmeisterschaft in Katar im November teil. Noch im Juli findet ein internationales Turnier im spanischen Valencia (19. bis 30. Juli) statt, es dient als Vorbereitung auf die WM.

Es ist damit zu rechnen, dass Güner während des Turniers sein Debüt für Argentinien feiern wird. Allerdings würde selbst das keine endgültige Entscheidung für einen Verbandswechsel bedeuten. Die Tür für eine Rückkehr zum DFB bleibt offen.

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