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Das Beeindruckende bei Bischof – und was er Kompany verspricht

Nach seinem ersten Bundesliga-Einsatz über 90 Minuten für den FC Bayern war Tom Bischof zufrieden – sah aber selbst Luft nach oben.

Youngster feiert Bundesliga-Startelfdebüt bei Bayern

Eine Vorahnung hatte Tom Bischof schon am Donnerstag, oder eher „so ein kleines Gefühl“. Die Gewissheit kam dann am Freitagmorgen, bei der Teambesprechung. „Da hat der Coach es gesagt“, dass Bischof im Abendspiel gegen Bremen erstmals für den FC Bayern ein Bundesliga-Spiel beginnen würde. „Und ich habe mich natürlich gefreut.“

Genau einen Satz hatte Vincent Kompany seinem jüngsten Spieler in der Startelf später mitgegeben: „Nichts Besonderes machen, sondern einfach mein Spiel abziehen.“ Und das klappte tatsächlich ganz hervorragend, auch wenn Bischof durchaus hier und da „was Besonderes“ machte.

Ein bisschen Anlaufzeit benötigte der 20-jährige Sommer-Zugang aus Sinsheim zwar, kam im Laufe des Spiels aber immer besser rein und holte sich über seine Laufstärke das Selbstvertrauen. 13,23 Kilometer spulte Bischof ab und damit über einen Kilometer mehr als der zweitfleißigste Spieler auf dem Feld (Senne Lynen).

„Je länger das Spiel ging, desto mehr hat man gemerkt, dass er Rhythmus bekommt“, lobte Bischofs Vorbild Joshua Kimmich. „Dass er im Spiel ist; dass er sich mehr zutraut; dass er dann auch offensiver wurde. Ich glaube, da sind dann auch noch mehr seine Fähigkeiten zum Tragen kommen.“ Wie der Linksfuß Bälle eroberte, sie weiterleitete und gefährliche Angriffe initiierte, beeindruckte durchaus.

92 Prozent seiner 84 Pässe kamen beim Mitspieler an, und da waren jedoch nicht nur Pässe nach links und rechts, sondern vor allem nach vorne dabei, durch Schnittstellen und gegnerische Beine. Und zu guter Letzt auch noch der Assist zum 4:0 von Konrad Laimer. Weshalb Kapitän Manuel Neuer von einem „sehr besonderen Spieler“ spricht. „Ich glaube, heute hat er einen wichtigen Schritt für sich selbst gemacht und auch für uns als Mannschaft.“

„Wenn ich da bin, seht ihr mich ja wahrscheinlich.“ (Bischof über einen möglichen Oktoberfest-Besuch)

Bischof hat seine Bewerbung für weitere Einsätze abgegeben, wenngleich der zuletzt erkältete Kimmich beim Champions-League-Spiel auf Zypern am Dienstag zurückkehren dürfte. Und auch Aleksandar Pavlovic neben Leon Goretzka zur Verfügung stünde.

„Ich werde daran hart arbeiten, dass ich vielleicht wieder auf dem Platz stehe“, versichert Bischof, bleibt aber demütig. „Wenn der Trainer auf mich setzt, oder wenn er mich reinbringen will, dann stehe ich da und bringe meine Leistung. Und so bin ich vom Typ her, glaube ich, dass ich dann meistens abliefere. Darauf hoffe ich einfach, dass ich dann immer mehr Chancen bekomme.“

Fürs Erste ist der Jung-Nationalspieler „allgemein sehr zufrieden“, bis auf „vier fünf Fehlpässe, die stören mich ein bisschen.“ Nach einem 4:0 kann man darüber jedoch etwas leichter hinwegsehen. Und den freien Samstag vielleicht wieder auf dem Oktoberfest verbringen? „Vielleicht“, sagt Bischof und lacht. „Wenn ich da bin, seht ihr mich ja wahrscheinlich.“

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