Die Eintracht erlebte beim 1:2 in Mainz nicht nur sportlich einen bitteren Nachmittag: Drei Profis mussten verletzungsbedingt vorzeitig ausgewechselt werden. Am Montag gab der Klub die Diagnosen bekannt.
Wie Riera reagieren kann
Aufatmen bei Nathaniel Brown: Frankfurts Linksverteidiger, der bei der 1:2-Niederlage in Mainz zur Pause in der Kabine geblieben war, hat sich lediglich eine leichte Wadenverletzung zugezogen. Der 22-Jährige tritt die Reise zur deutschen Nationalmannschaft wie geplant an. „Die Situation wird weiterhin beobachtet, Eintracht Frankfurt steht im engen Austausch mit den Ärzten des DFB“, teilt der Klub mit.
Schwerer hat es Nnamdi Collins und Jean-Matteo Bahoya erwischt – sie mussten ihre Reisen zu den U-21-Nationalmannschaften von Deutschland und Frankreich absagen. Bahoya verletzte sich am Oberschenkel und wird etwa zwei Wochen pausieren müssen. Collins droht wegen einer Sprunggelenkverletzung noch etwas länger auszufallen. „Es ist nicht normal, was bei uns mit Verletzungen passiert“, hatte Trainer Albert Riera bereits am Sonntagabend geklagt.
Wie Riera auf die Ausfälle reagieren kann
Sportlich kann er diese Ausfälle durch das Comeback anderer Spieler allerdings kompensieren. In Mainz kehrte Innenverteidiger Arthur Theate nach auskurierter Meniskusverletzung in die Startelf zurück. Ebenfalls früher als erwartet stand Ansgar Knauff (OP im Bauchbereich) wieder auf dem Feld. Im kommenden Heimspiel gegen Köln steht auch Robin Koch wieder zur Verfügung. Der Kapitän fehlte in Mainz wegen einer Gelb-Roten-Karte.
Riera könnte erwägen, auf ein 3-4-1-2 umzustellen. In dieser Grundordnung agierte die Eintracht in der zweiten Hälfte in Mainz. Der Vorteil: Arnaud Kalimuendo könnte als zweite echte Spitze neben Jonathan Burkardt spielen. Auf der Zehn stünden mit Mario Götze, Can Uzun und Fares Chaibi drei Profis zur Wahl. Dahinter müsste Hugo Larsson nicht mehr als alleiniger Sechser agieren.
Aurele Amenda, Koch und Theate könnten die Dreierkette in der Abwehr bilden; als Schienenspieler stünden Ritsu Doan, Brown und Allzweckwaffe Knauff zur Verfügung. In Mainz schlüpfte auch Joker Ayoube Amaimouni-Echghouyab in diese Rolle. So bitter die neuesten Ausfälle vor allem für die betroffenen Spieler sind, bei nur noch einem Wettbewerb ist der Frankfurter Kader breit genug.

