Pascal Groß‘ Rückkehr von Borussia Dortmund nach Brighton ist perfekt. Damit findet er mit Verspätung doch noch mit Fabian Hürzeler zusammen.
Rückkehr nach eineinhalb Jahren
Am 6. Oktober 2024 wurde Pascal Groß vor dem Heimspiel gegen Tottenham offiziell bei Brighton & Hove Albion verabschiedet, keine eineinhalb Jahre später ist er zurück: Der 34 Jahre alte Allrounder verlässt Borussia Dortmund sechs Monate vor Ablauf seines Vertrags und kehrt zu den Seagulls zurück, für die er zwischen 2017 und 2024 228 Premier-League-Spiele bestritt (30 Tore, 45 Assists).
Beim BVB war Groß in seiner zweiten Saison ins zweite Glied gerückt und hatte auf der Doppelsechs zuletzt immer häufiger Felix Nmecha, Marcel Sabitzer und Jobe Bellingham den Vortritt lassen müssen. Zwar kam er an elf der 15 Spieltage zum Einsatz (kicker-Notenschnitt 3,63, ein Assist), davon aber nur siebenmal in der Startelf und einmal über die volle Distanz. Seit Anfang November setzte ihn Trainer Niko Kovac nur zweimal ein, dabei einmal als Joker.
Bis zu drei Millionen Euro Ablöse inklusive Boni
„Pascal ist in den vergangenen anderthalb Jahren ein wichtiger Spieler für uns gewesen, der uns speziell im Endspurt der letzten Saison geholfen hat, die Qualifikation für die Champions League noch zu erreichen“, kommentiert BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl: „Er ist nun mit dem Wunsch einer Veränderung an uns herangetreten, durch die er sich mehr Spielzeit als bisher in dieser Saison erhofft. Dem haben wir entsprochen, weil Pascal ein Top-Profi ist und bei uns mit seinem Auftreten auf und abseits des Platzes eine sehr hohe Wertschätzung und großen Respekt genießt.“
Die Dortmunder Verantwortlichen können sich nun noch über eine Ablöse freuen – die Rede ist von bis zu drei Millionen Euro inklusive Boni -, während Groß selbst gewiss hofft, mit seinem Wechsel auch seine WM-Chancen zu erhöhen. Im Oktober und November hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann den 16-maligen Nationalspieler nicht mehr berücksichtigt.
„Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, für Borussia Dortmund spielen zu dürfen“, sagt Groß selbst zu seinem Wechsel: „Vor allem in unserem Stadion vor der Gelben Wand aufzulaufen, war jedes Mal ein unbeschreibliches Gefühl.“
Immer noch Zweiter unter Brightons Premier-League-Toptorjägern
Eine Eingewöhnungszeit benötigt Groß in Brighton nicht, der neue Vertrag gilt bis Sommer 2027. Bei den Fans ist er ob seiner Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit bis heute beliebt, erst im vergangenen April löste ihn Danny Welbeck als bester Premier-League-Torschütze der Klubgeschichte ab. Und auf der Trainerbank sitzt inzwischen ein Landsmann: Fabian Hürzeler kam 2024, als sich Groß verabschiedete, und hätte ihn gerne behalten.
„Ich habe ihm gesagt, dass es nichts mit ihm zu tun hat“, hatte Groß damals im kicker-Interview über den zwei Jahre jüngeren Coach erklärt. „Auch der Verein hat noch mal alles versucht. Aber es ging um Timing.“ Brighton, im Vorjahr Achter, kämpft derzeit darum, den Anschluss an die Europapokalplätze zu halten.

