Eintracht Frankfurt vollzieht eine Personal-Rochade im Tor: Auf den Abgang von Kevin Trapp reagieren die Verantwortlichen mit der Verpflichtung von Michael Zetterer, dem ein brisanter Bundesliga-Start bevorsteht.
Trapp-Nachfolge geklärt
Es sind turbulente Tage kurz vor dem Bundesliga-Start. Eintracht Frankfurt verlor mit Kevin Trapp einen echten Publikumsliebling und langjährigen Stammtorhüter – und reagiert darauf mit der Verpflichtung einer anderen Nummer eins: Von Werder Bremen kommt Michael Zetterer und erhält am Main einen Vierjahresvertrag bis 30. Juni 2029.
Der Transfer hatte am vergangenen Mittwoch Fahrt aufgenommen. Nun folgte der schnelle Vollzug. Für Zetterer sollen mehr als fünf Millionen Euro plus Bonuszahlungen fällig werden. Und seine mögliche Startelf-Premiere hat es direkt in sich: Zum Bundesliga-Auftakt erwartet die Eintracht am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im eigenen Stadion ausgerechnet Werder Bremen.
„Mit Michael Zetterer gewinnen wir einen starken Torhüter, der auch fußballerisch auf einem hohen Niveau spielen kann“, wird Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche in einem Vereinsstatement zitiert. „In Bremen hat er bewiesen, dass er ein überdurchschnittlicher Torwart ist. Mit seinen Ambitionen und seiner Mentalität passt er hervorragend zu uns nach Frankfurt.“
In Bremen zeichnet sich ein durchaus kurioses Bild: Kurz vor den Verhandlungen zwischen Frankfurt und Werder hatte der neue SVW-Cheftrainer Horst Steffen eine Entscheidung über seine künftige Nummer eins getroffen. Die Wahl fiel dabei auf Zetterer – und nicht auf das 21-jährige Torhüter-Talent Mio Backhaus.
Nun aber bekommt Backhaus doch unverhofft seine Chance. In der Vita des in Bremen ausgebildeten Keepers steht bis dato noch kein einziges Bundesligaspiel – dafür 33 für den FC Volendam, an den er in der Saison 2023/24 ausgeliehen war.
Champions-League-Premiere winkt
In Frankfurt überbrückt Zetterer derweil nun mindestens die Zeit, bis Kaua Santos (Rückschlag nach Kreuzbandriss) auf den Rasen zurückkehrt. Dem 22-jährigen Brasilianer wird der mittlerweile 30-Jährige nach dessen Rückkehr dann auch sicherlich nicht kampflos das Feld überlassen.
Zetterer bringt nach Frankfurt die Erfahrung von 63 Bundesliga-Einsätzen sowie fünf im DFB-Pokal mit. Bei der Eintracht winkt ihm bald auch seine Champions-League-Premiere. Etwas, das ihm die Bremer wohl so schnell nicht hätten bieten können.

