Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Becker, Silas, Tietz – Typen, die Mainz weiterhelfen

Verstärkungen für die Offensive standen beim Tabellen-Schlusslicht Mainz 05 in der Winterpause ganz oben auf dem Wunschzettel. Die Runderneuerung ist gelungen, wie das 1:1 in Leverkusen zeigt.

Erste Tore nach über 600 Tagen

Phillip Tietz gehört inzwischen zu den emotionalen Leadern bei Mainz 05, obwohl er erst seit zwei Monaten da ist. An seiner Seite wechseln sich im Sturm Silas und Sheraldo Becker ab. Letzterer schoss beim 1:1 in Leverkusen das erste Tor für seinen neuen Verein und bewies dabei eine exzellente Ballbehandlung.

„Zuerst wollte ich die Flanke von Paul Nebel mit zwei Kontakten verwerten. Danach habe ich mir vorgenommen, den Ball direkt aufs Tor zu bringen“, resümierte Becker. Mit der Innenseite beförderte er das Spielgerät nach einer Direktabnahme ins Leverkusener Gehäuse.

Ausgangspunkt der Mainzer 1:0-Führung war Keeper Daniel Batz, der den Ball nach vorn auf Nebel schlug, während sich die Spieler von Bayer 04 Leverkusen noch mit Schiedsrichter Tobias Stieler über einen aus ihrer Sicht fälligen Strafstoß auseinandersetzten.

„Paul hat es gut gemacht. Er war immer da, defensiv wie offensiv“, sagte Becker, der mit 33,7 Stundenkilometern schnellste Spieler im FSV-Team. Nebel stand ihm mit 33,1 km/h kaum nach. Kein weiterer Schützling von Urs Fischer lief über 33 Kilometer pro Stunde.

Bis zur Hinrunde 2023/24 arbeitete Becker viereinhalb Jahre lang mit Fischer bei Union Berlin zusammen. Am Ende des Wintertransferfensters holte Mainz den Stürmer für wenig Geld von CA Osasuna aus Spanien. „Er ist immer noch der Gleiche“, sagteBecker über seinen alten und neuen Trainer.

Fischer hätte seine Nummer 23 gerne schon in den vergangenen Wochen von Beginn an aufs Feld geschickt. „Wir hatten ihn schon für das eine oder andere Spiel für die Startformation im Kopf“, erklärte der Trainer. Doch immer wieder kam etwas dazwischen: mal etwas Familiäres, mal eine Erkältung. „Sheraldo war viel unterwegs und hat für die Mannschaft gearbeitet“, lobte Fischer den Auftritt in Leverkusen.

Erste Bundesliga-Tore nach über 600 Tagen

Auch Sportdirektor Niko Bungert war vom Auftritt angetan: „Wir sind uns bewusst, dass wir mit Becker und Silas zwei super Umschaltspieler haben.“ In beiden Fällen zahlt sich zudem aus, dass das Duo kaum Anlaufzeit benötigt, obwohl die letzten Tore im deutschen Oberhaus eine ganze Weile zurückliegen. Bei Silas waren es 623 Tage, bei Becker sogar 656.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5