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Becker glaubt an Mainz und den WM-Traum mit Surinam

Nach seiner spontanen Rückkehr in die Bundesliga hat sich Sheraldo Becker zwei große Ziele gesetzt: Den Klassenverbleib mit Mainz 05 und die WM-Teilnahme mit Surinam.

„Die Bundesliga passt besser zu mir“

Erst eine halbe Stunde vor dem Transferschluss war der Wechsel von Sheraldo Becker am Montag vor einer Woche perfekt. Da ein Linienflug nicht mehr rechtzeitig gewesen wäre, ließ Mainz 05 seinen vierten und letzten Winter-Zugang mit dem Privatjet einfliegen. Der 31-Jährige ist zunächst bis Saisonende von CA Osasuna an Mainz 05 ausgeliehen. Bei einer gewissen Anzahl von Spielen greift eine Kaufpflicht, die mit einer Transferentschädigung von 500.000 Euro verbunden ist.

„Die Bundesliga passt besser zu mir“, resümiert Becker die vergangenen zweieinhalb Jahre in der La Liga. Nach zwei Jahren bei Real Sociedad San Sebastian war der gebürtige Niederländer zu Osasuna gewechselt. „In Spanien wird nicht so intensiv wie in der Bundesliga gespielt, es geht lockerer zu. Das Spiel mit dem Ball steht im Vordergrund“, erzählt er. Seine Stärke, die Geschwindigkeit bei Tiefenläufen, konnte er eher selten ausspielen. Hinzu kamen die geringen Einsatzzeiten. In der Saison 2025/26 kam er in neun Spielen lediglich auf insgesamt 150 Spielminuten.

Kein Wunder, dass der ehemalige Spieler von Union Berlin Feuer und Flamme war, als er die vertraute Stimme von Urs Fischer hörte. Bei Union hatte Becker 104 Bundesliga-Spiele unter dem Trainer bestritten. Insofern war es naheliegend, dass der Name des Spielers in den Köpfen von 05-Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Niko Bungert herumspukte, als es um einen kurzfristigen Ersatz für den an einem Achillessehnenriss verletzten Benedict Hollerbach ging. Bei Fischer rannten das Duo mit seinem Vorschlag offene Türen ein.

Mit Surinam in den WM-Play-offs

„Meine Absicht ist, länger in Mainz zu bleiben“, sagt Becker über seine Zukunftspläne. Der Stürmer ist zum FSV gekommen, um mit der Mannschaft den Klassenverbleib zu erreichen. Ebenso möchte er sich mit der Nationalmannschaft Surinams für die WM qualifizieren. In den Play-offs spielt das Team Ende März zunächst gegen Bolivien und im Erfolgsfall Anfang April gegen den Irak. „Die erstmalige Qualifikation für eine WM ist unser großes Ziel“, betont Becker.

Der Spieler ist in Amsterdam geboren und hat von der U 16 bis zur U 20 alle niederländischen Nationalteams durchlaufen. Seit 2021 startet Becker für das Land seiner Vorfahren und kommt inzwischen auf 22 Einsätze. Für den Offensivspieler werden es bis zum Sommer die einzigen internationalen Spiele sein. Für die Conference League durfte Mainz nur drei Spieler nachmelden; als Last-Minute-Neuzugang fiel er durch das Raster.

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