Beim Kantersieg von RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim präsentierte sich Christoph Baumgartner erneut als Doppelpack-Experte. Der Österreicher ließ sich auch von einem Mitspieler nicht beirren.
RB-Angreifer glänzt gegen Ex-Klub
Machtdemonstration, Statement-Sieg, Ansage: An möglichen Überschriften mangelte es nach dem Leipziger 5:0-Erfolg über Hoffenheim wahrlich nicht. Entscheidenden Anteil daran hatte auch Christoph Baumgartner, der sich jedoch für die nüchterne Variante entschied: „Drei Punkte“, lautete die Schlagzeile des Österreichers bei Sky.
„In der Phase, in der wir jetzt sind, geht es darum, Punkte zu holen“, führte Baumgartner aus, dem zum dritten Mal in den letzten sieben Partien ein Doppelpack gelungen war. Nachdem er „sehr, sehr gute“ erste zehn Minuten der Gäste wahrgenommen hatte, zeigte er sich im Anschluss umso glücklicher über die bärenstarke erste RB-Hälfte, mit der nur die ersten 45 Minuten vom 2:2 gegen Dortmund mithalten können. Auch in dieser Partie hatte der 26-Jährige doppelt getroffen.
RB kann Hoffenheim „den Schneid abkaufen“
Mit der jüngsten Niederlage bei einem direkten Konkurrenten (0:1 in Stuttgart) im Hinterkopf, sei die Ausgangslage keine einfache gewesen. „Du kommst in so ein Spiel rein, musst es unbedingt ziehen, bist extrem motiviert, und dann fallen vielleicht die ersten ein, zwei Bälle zum Gegner. Dann wird es schwierig“, blickte Baumgartner auf die Anfangsphase zurück.
Dass es den Gastgebern in der Folge dennoch gelungen war, der TSG „den Schneid abzukaufen“ – „was wenige Mannschaften diese Saison gegen Hoffenheim geschafft haben“ -, war für den Angreifer letztlich „der Schlüssel“ zum Erfolg. „Wir haben wirklich viele 50:50-Bälle gewonnen, wo sie unfassbar gut sind“, stellte der Doppeltorschütze zufrieden fest.
Baumgartner springt höher als Schlager und Co.
Er selbst hatte mit seinen beiden Treffern zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:0 den Weg geebnet – und dabei große Qualitäten in der Luft bewiesen. Wenngleich unklar blieb, ob Kollege Xaver Schlager das „extrem laute ‚Leo'“ (ein Signal, dass der Mitspieler den Ball durchlassen soll, Anm. d. Red.) gehört hatte, erhöhte Baumgartner zunächst per Kopf für die Hausherren.
„Das ist ein super Ball von David, den ich super attackieren kann“, lobte der Österreicher Flankengeber Raum. „Mit einem super Timing“ hatte er die Kugel schließlich „nach unten drücken“ können – trotz leichter Behinderung von Schlager, der ebenfalls gelauert hatte: „Xaver kann eh nicht so hoch springen, darum ist es egal“, neckte der Ex-Hoffenheimer seinen RB- und Nationalmannschaftskollegen.
Henrichs-Tor als krönender Schlusspunkt
Im Gegensatz zu den Vorwochen hatten sich Baumgartner und Co. allen voran im ersten Durchgang enorm effizient gezeigt – eine Tatsache, die auch Ole Werner wohlwollend zur Kenntnis nahm. Dass selbst der eingewechselte Benjamin Henrichs seine erste Torchance genutzt hatte, stand sinnbildlich für den Auftritt der Gastgeber. Doch nicht nur deshalb war der 5:0-Schlusspunkt von großer Bedeutung.
„Benny hat einen ganz langen Weg jetzt hinter sich“, sprach Werner über den Rechtsverteidiger, der erst Ende Januar nach Achillessehnenriss das lang ersehnte Comeback gefeiert hatte. Auch der Trainer freute sich für den 29-Jährigen, dem erstmals seit dem 25. August 2023 (5:1 gegen Stuttgart) wieder ein Tor gelungen war: „Er ist einfach ein extrem wichtiger Spieler – auf dem Platz, aber auch daneben“, so Werner, der Henrichs als „Segen für jede Mannschaft“ bezeichnete.
Aufgrund der Länderspielpause kann der RB-Coach nun erst einmal durchatmen, ehe es dann am 4. April mit einem Auswärtsspiel an alter Wirkungsstätte weitergeht. Den abstiegsbedrohten Bremern drückt Werner im Abstiegskampf „beide Daumen“, wobei er ohnehin überzeugt sei, „dass die Jungs das hinbekommen. Aber trotzdem wollen wir ihnen jetzt nicht den Gefallen tun, nach der Länderspielpause drei Punkte dazulassen“, stellte der 37-Jährige grinsend klar.

