Eine lange Zeit blieben die Joker blass, doch in den vergangenen Wochen sicherten sie Union Berlin einige Punkte. So auch nun gegen Mainz.
Zwei Einwechsler treffen gegen Mainz
Lange Zeit hatte Union Berlin in der Joker-Tabelle die Rote Laterne inne. Die Einwechsler der Eisernen sorgten kaum für Gefahr und verbuchten in der Bundesliga somit auch keine Scorerpunkte. Das hat sich allerdings in den vergangenen Wochen um 180 Grad gedreht und gewandelt.
So erzielten Tim Skarke und Andrej Ilic in Koproduktion den 3:1-Endstand gegen Leipzig Mitte Dezember. Es folgte ein 1:0 in Köln, wo Joker Andras Schäfer den goldenen Treffer markierte. Und nun beim 2:2 gegen Mainz bewies Trainer Steffen Baumgart einmal mehr ein glückliches Händchen, weil Woo-Yeong Jeong sowie Marin Ljubicic mit ihren Treffern die 2:0-Führung der 05er egalisierten.
Die Umstellung auf 4-3-3 fruchtet
„Wir als Verein, wir als Mannschaft kommen über das Kollektiv und nicht über die erste Elf“, betonte Baumgart nach der Aufholjagd. „Das zeigt die Moral und die Mentalität des Teams. Aber das war auch noch nie das Problem.“ Die Krux bei den Köpenickern ist es weiterhin eher, gegen tiefstehende Gegner Lösungen im letzten Drittel zu finden.
Auf einem holprigen Geläuf standen weitestgehend lange Bälle auf der Tagesordnung. Lange kam Mainz mit den schwierigen Bedingungen besser klar, erst Mitte des zweiten Durchganges konnte Union dann mehr Druck entfachen. Was unter anderem mit der Systemumstellung auf ein 4-3-3 in der 77. Minute zu tun hatte. „Wir haben mutiger gespielt und wieder mehr das gemacht, was uns auszeichnet“, beschrieb Baumgart die starke Phase seiner Schützlinge.
Union erzeugt mehr Druck auf Mainz
Seinem Trainer pflichtete Verteidiger Danilho Doekhi bei. „Wir haben mehr gepusht, hatten vorn mehr Aktionen“, sagte der Niederländer und ergänzte: „Durch die Umstellung hatten wir einen Spieler mehr im Zentrum, da konnten wir mehr Druck auf Mainz erzeugen.“ Plötzlich ging es bei den Hausherren im letzten Drittel mit mehr Durchschlagskraft, Zielstrebigkeit und Tempo Richtung gegnerisches Tor.
Zwar blieben sehenswerte Kombinationen aus – mit Ausnahme des 2:1 durch Jeong -, aber in der Schlussphase wirkten die Berliner doch deutlich frischer und näher dran am 3:2 als Konkurrent Mainz. „Wir nehmen den Teilerfolg gerne mit, die wenigsten Mannschaften kommen nach einem 0:2 gegen Mainz noch zurück“, erzählte Baumgart, der bereits am Donnerstag in Augsburg wieder ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen haben könnte. Der Trend bei seinen Jokern zeigt zumindest stark nach oben in den zurückliegenden Wochen …

