Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Auch Wolfsburg will Schicker

Wie geht’s weiter bei der TSG Hoffenheim, wie geht’s weiter bei Andreas Schicker? Nach kicker-Informationen buhlt auch der VfL Wolfsburg um den Manager.

Reichlich Werben um Hoffenheims Manager

Die Lage für die TSG Hoffenheim und ihren Sportgeschäftsführer Andreas Schicker wird immer kniffliger. Der 39-Jährige befindet sich ohnehin schon in einer emotionalen Zwickmühle, nachdem ihm ein Angebot von Red Bull Salzburg ins Haus flatterte. Doch das ist nach kicker-Informationen nicht der einzige Interessent, der sich konkret um den Österreicher bemüht. Denn auch der VfL Wolfsburg hat mittlerweile Kontakt aufgenommen, dem Vernehmen nach sollen in den kommenden Tagen weitere Gespräche folgen.

Damit werben also nicht nur der Red-Bull-, sondern auch der Volkswagen-Konzern um den Mann, der vormals Sturm Graz zum Doublesieg in seiner Heimat formte und zuletzt in Diensten der TSG Hoffenheim eine der bemerkenswertesten Managerleistungen dieses Sommers hinlegte.

Die Allianz rund um Schicker ist nicht mehr existent

Unter normalen Umständen käme Schicker sicher nicht mal auf den Gedanken, die Kraichgauer gerade jetzt schon wieder zu verlassen. Doch die Umstände in Hoffenheim sind alles andere als normal. Nach seinen beiden Geschäftsführerkollegen Frank Briel und Markus Schütz, die dem Machtkampf um den Einfluss des Spielerberaters Roger Wittmann auf den Klub zum Opfer gefallen waren, trat zuletzt auch Vereinsvorsitzender und Mitgesellschafter Jörg Albrecht aus gesundheitlichen Gründen und auch zermürbt von den nervenaufreibenden internen Querelen von seinen Ämtern zurück.

Für Schicker bedeutet das: Die Allianz, die sich um ihn formiert hatte, um Wittmann zumindest auf Distanz zu halten und Übergriffe aufs Tagesgeschäft zu verhindern, ist nicht mehr existent. Wie sich das Interimsduo in der Vereinsführung, Christoph Henssler und Frank Engelhardt, positioniert und in den bevorstehenden Neuwahlen behaupten kann, ist offen.

Ebenso wenig scheint berechenbar, ob seine Handlungs- und Entscheidungshoheit im sportlichen Bereich weiter unangetastet bleibt oder ihm von Hopp oder Wittmanns langer Hand ein neuer CEO vor die Nase gesetzt werden wird. Schließlich hatte Schicker als Kronzeuge im Prozess um das von der TSG verhängte Stadionverbot gegen den Spielerberater fungiert.

Gerade jetzt, da der von ihm aus Graz nachgeholte Trainerstab und die von ihm neu zusammengestellte Mannschaft ins Rollen gekommen und bis auf Rang sechs geklettert sind, würde Schicker die Früchte seiner Arbeit sicher gerne einfahren und dieses Projekt keinesfalls unvollendet im Stich lassen. Andererseits öffnen sich nun Türen für den Umworbenen in Klubs, denen gleichfalls üppige finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und die zudem deutlich verlässlichere Strukturen zu bieten haben. Kein Wunder, dass Schicker ins Grübeln kommt.

Schindzielorz ist weg, Christiansens Einfluss schwindet

So ist der VfL Wolfsburg nach kicker-Informationen an den Österreicher herangetreten, er gehört zu dem engen Kreis der Kandidaten für die neue sportliche Führung. Die notwendig geworden ist nach der Entlassung von Sportdirektor Sebastian Schindzielorz und dem schwindenden Einfluss von Geschäftsführer Peter Christiansen. Der Däne ist zwar noch im Amt und soll grundsätzlich auch bei der Suche nach einem neuen Manager involviert sein, im Fall Schicker ist aber der Wolfsburger Aufsichtsrat die treibende und Gespräche führende Kraft.

Der Name Schicker taucht dabei nicht zum ersten Mal auf dem VfL-Radar auf. Vor allem deshalb, weil Wolfsburgs Aufsichtsrat Hans Dieter Pötsch, ein österreichischer Automobilmanager und somit ein Landsmann des begehrten Fußballmanagers, eine enge Verbindung zu dessen Ex-Klub Sturm Graz hat.

Auch der Name Wohlgemuth hält sich hartnäckig

Wolfsburg will Schicker, muss sich bei der Neuaufstellung der sportlichen Führungsebene angesichts der komplizierten Hoffenheimer Situation aber für alle Fälle wappnen. So hält sich der Name Fabian Wohlgemuth, Sportvorstand des VfB Stuttgart, weiterhin hartnäckig.

Die Zeit eilt im Fall Schicker, bereits am kommenden Freitag eröffnet Hoffenheim mit dem Spiel am Freitagabend in Mainz den elften Spieltag. Weit vorher sollte eine finale Entscheidung fallen, um für alle Beteiligten Klarheit zu schaffen.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5