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Asllani: „Auf diesen Moment habe ich sehr lange gewartet“

Dank der Treffer ihres neuen Sturmduos fährt eine überraschend starke TSG einen 2:1-Auswärtssieg bei Bayer Leverkusen ein. Ein ganz besonderes Debüt feierte Fisnik Asllani.

Hoffenheims Rückkehrer trifft erstmals in der Bundesliga

Schon am intensiven Jubel war abzulesen, welche Bedeutung dieser Treffer für Fisnik Asllani hatte. Erst tobte sich Hoffenheims Stürmer in den üblichen Posen aus, um dann noch in demütiger Dankesgeste niederzuknien und den Rasen zu küssen, um das Ereignis zu würdigen. „Ich habe auf diesen Moment sehr, sehr lange gewartet“, versicherte ein strahlender Asllani hinterher, „weil es die Jahre davor nicht so geklappt hat auf Anhieb, deshalb war das heute ein Traum, der heute für mich in Erfüllung gegangen ist, von mir und meiner Familie. Das erste Bundesligator zu schießen, macht mich wirklich extrem stolz.“

Ein sehenswertes obendrein. Bazoumana Touré hatte den Ball durch die Beine eines Leverkuseners zu Asllani durchgesteckt, der sofort aus spitzem Winkel abzog und zum 1:1-Ausgleich traf.

Zwei Umwege hatte es gebraucht für den einst aus dem Nachwuchs von Union Berlin geholten Stürmer, um in Hoffenheim auch in der Profimannschaft anzukommen. Nach einer Leihe zuerst nach Österreich zu Austria Wien folgte eine weitere Saison in der Fremde in Elversberg, wo der 23-Jährige in der vergangenen Saison Seite an Seite mit dem ebenfalls zurückgeholten Muhammed Damar seinen Durchbruch feierte.

Asllani der Matchwinner – Fragezeichen bei zwei Verletzten

Es hatte auch einige Zeit der Überlegung und Überzeugung gebraucht, ehe sich Asllani für den Weg weiter im Kraichgau entschieden hatte, er scheint absolut richtig gelegen zu haben. „Ich bin extrem happy. Nach zwei Jahren, die ich weg war, hierher zurückzukommen und direkt im ersten Spiel so einen geilen Sieg einzufahren auswärts in Leverkusen, ist ein super Gefühl.“ Auch am zweiten Treffer war er maßgeblich beteiligt, als er mal wieder einen langen Ball geschickt festmachte und so abschirmte, dass sein Angriffskollege Tim Lemperle in aussichtsreicher Position zum Abschluss kommen konnte und die Kugel trocken und platziert zum 2:1 ins linke untere Eck drosch.

„Fisnik und ich haben heute extrem, viel gearbeitet, waren fleißig und haben uns dafür belohnt“, freute sich Lemperle, „das spiegelt auch die Vorbereitung wider, dass wir uns extrem reinhängen – auch Max Moerstedt, der es überragend annimmt.“ Mit einem Tor und einem Assist aber avancierte Asllani zum Matchwinner, betonte aber den neuen Teamspirit bei den Kraichgauern. „Was für eine Mannschaftsleistung, wie wir hier Gas gegeben haben“, so Asllani, „wir liegen 0:1 hinten, dann fallen noch zwei Spieler verletzt aus, und wir müssen das mit neuen Spielern kompensieren, machen das aber so stark. Auch die, die reinkamen, waren auf Anhieb da, ein Riesenkompliment an die Mannschaft für dieses Spiel.“

Nach der völlig verkorksten Vorsaison, in der die TSG nur knapp dem Abstieg entronnen war, setzte Hoffenheim nun gleich mal ein Ausrufezeichen und signalisiert, dass mit den Kraichgauern in neuer Besetzung und mit neuer Moral wieder zu rechnen ist. Die neue Einigkeit spiegelte sich auch in den Aussagen. Nach den neuen Saisonzielen gefragt, hielten die Hoffenheimer den Ball flach und verwiesen auf das nächste Spiel kommenden Samstag zu Hause gegen Frankfurt. Wie schwer sich die ausgewechselten Wouter Burger und Koki Machida verletzt haben, und ob sie gegen die Eintracht zur Verfügung stehen können, blieb zunächst unklar.

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