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Anders als Köln bei Chabot: Warum Hull City Bayers Puerta nicht kaufen darf

Wegen einer Transfersperre darf Hull City den zuvor geliehenen Leverkusener Gustavo Puerta trotz vertraglicher Kaufpflicht nicht fest an sich binden. Anders als der 1. FC Köln im Sommer 2023 – damals auch von einer Transfersperre betroffen – Jeff Chabot. Der kicker erklärt die Hintergründe.

Transfersperre für Engländer

Als hätten die Bayer-Verantwortlichen noch nicht genug zu tun. Insgesamt 26 aktive Transferbewegungen haben die Bosse in diesem Sommer bislang durchexerziert. 13 Abgängen stehen 13 Zugänge gegenüber. Schwerstarbeit für die Geschäftsführer Fernando Carro und Simon Rolfes sowie Direktor Fußball Kim Falkenberg, die jetzt einen Spieler ein zweites Mal an einen neuen Klub verkaufen oder verleihen müssen.

Trotz aktivierter Kaufpflicht darf Puerta nicht bei Hull City bleiben

So ist der eigentlich durch eine Vertragsklausel zustande gekommene Transfer von Gustavo Puerta (22) von Leverkusen zu Hull City geplatzt. Bayer 04 hatte den Kolumbianer an den englischen Zweitligisten für die vergangene Saison ausgeliehen. In dem Leihvertrag war aber eine Kaufverpflichtung verankert, die nach einer gewissen Anzahl von Einsätzen für Hull im Laufe der Rückrunde wirksam wurde. 4,5 Millionen Euro wären damit auf das Konto des Bundesligisten geflossen.

Allerdings bekam Hull City wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten eine Transfersperre auferlegt, sodass die Engländer den Mittelfeldspieler nicht kaufen durften. Wobei ein Blick in die jüngere Vergangenheit die Frage aufwirft: warum eigentlich nicht?

Der FC durfte nur keine neuen Spieler registrieren

Konnte der 1. FC Köln doch trotz der von der UEFA verhängten Transfersperre den bis dahin geliehenen Jeff Chabot (heute VfB Stuttgart) fest von Sampdoria Genua verpflichten, für den die Kölner (wie Hull City für Puerta) eine Kaufoption ausgehandelt hatten. Die UEFA untersagte den Kölnern damals nämlich nur, Spieler neu zu registrieren. Weshalb die Sperre auch offiziell als „registration ban“, also als Registrierungsverbot, gekennzeichnet war.

So konnte der FC zwar Spieler neu verpflichten, aber eben nicht einsetzen. Chabot war durch die Leihe schon registriert, durfte daher nach seinem Kauf auch spielen. Doch warum ist das für Hull City im Fall Gustavo Puerta nicht möglich?

Bis Sommer darf Hull nur ablösefreie Spieler verpflichten

Ganz einfach: Die Transfersperre sprach in diesem Fall die English Football League (EFL) im vergangenen Sommer aus. Diese gestattete dem Zweitligisten ab Sommer 2025 bis Sommer 2026, ausschließlich ablösefreie Spieler zu verpflichten. Da Hull City, das anfangs zuversichtlich war, die Sperre abwenden oder verkürzen zu können, für Puerta aber noch die Ablöse an Bayer hätte bezahlen müssen, konnten die Engländer den Spieler nicht verpflichten. Und Bayer bekommt Puerta zurück, der jetzt erneut zum Verkauf steht.

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