Beim 4:0 im DFB-Pokal bei der SG Sonnenhof Großaspach leitete Amine Adli mit seinem Assist den Sieg ein. Der Stürmer möchte zum AFC Bournemouth wechseln. Doch noch muss der Transfer warten.
Stürmer möchte nach Bournemouth wechseln
Am Freitagabend beim Leverkusener 4:0-Sieg beim Regionalliga-Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach gehörte er noch einmal zu Bayers Startelf. Obwohl Adli vor einem Wechsel zum AFC Bournemouth in die Premier League steht, beorderte Trainer Erik ten Hag diesen auf die halbrechte Offensivposition im 3-4-3-System. Und mit seiner scharfen wie präzisen Flanke zum Führungstreffer durch Patrik Schick hatte der Angreifer entscheidenden Anteil am wenig überzeugenden Erfolg des Bundesligisten.
Nach der Partie nahm der zur Halbzeit ausgewechselte Adli dann Abschied von den Fans, winkte in den Gäste-Block, wurde gefeiert, hatte dabei Tränen in den Augen. Schon kurz nach dem Abpfiff war die Meldung aus Frankreich aufgeploppt, dass Adli seinem Klub mitgeteilt habe, dass er zum AFC Bournemouth wechseln wolle. Zwischen dem marokkanischen Nationalspieler und dem Premier-League-Klub sei alles geklärt, hieß es. Steht der Abschied des 25-Jährigen also so gut wie fest?
Vorerst zumindest nicht. Eine Einigung zwischen den Klubs, es geht um ein Ablösepaket von etwa 30 Millionen Euro, gibt es noch nicht. Zudem kann es sich Bayer 04 im Moment gar nicht leisten, noch irgendwelche Spieler abzugeben. In Großaspach hatte Trainer Erik ten Hag keinen einzigen gestandenen Bundesliga-Spieler für das Feld auf der Ersatzbank, der auch topfit gewesen wäre. Aus gesundheitlichen Gründen und weil Bayer auf jeden Fall ohnehin noch drei Spieler verpflichten möchte, stellte sich die Elf quasi von alleine auf.
Adli jetzt ohne Ersatz abzugeben, wäre taktisch unklug
Jetzt einen Spieler wie Adli abzugeben, wäre taktisch unklug. Weshalb Bayer das erst einmal nicht tun wird. Würde dies doch nicht nur den Personalengpass eine Woche vor Ligastart verschärfen, sondern auch die Leverkusener Position auf dem Transfermarkt schwächen. Wäre dann der Bedarf an neuen, qualitativ hochklassigen Spielern noch dringender – und Bayer in den Verhandlungen mit den abgebenden Klubs in einer ungünstigen Lage. Schließt doch bereits in 16 Tage das Transferfenster.

