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Acht Tage nach letztem Werder-Spiel: Rekord-Wiedersehen für Zetterer

Rund eine Woche nach seinem letzten Spiel im Werder-Trikot läuft Michael Zetterer nun am Samstag für Eintracht Frankfurt auf – gegen Bremen. Ein Rekord-Wiedersehen in der Bundesliga- und Pokal-Geschichte.

Neuer Frankfurt-Keeper

Werner Dreßel und der HSV – das war leider keine komplett glückliche Beziehung. Nur gut ein Jahr stand der ehemalige Stürmer an der Elbe unter Vertrag, zurückgeworfen von einer schweren Knieverletzung absolvierte er letztlich nur 15 Bundesliga-Einsätze in der Saison 1980/81 (3 Tore).

Ein weiterer Auftritt als Joker kam am 2. Spieltag der anschließenden Spielzeit hinzu, dann folgte bereits der Abgang: Dreßel, von 1977 bis 1986 in der Bundesliga und später noch in der 2. Liga aktiv, wechselte nach Nürnberg, feierte sein Debüt für den Club am 4. Spieltag – und verlor direkt mal 0:3. Gegen den HSV.

Ebenfalls bitter: Die Hamburger feierten am Saisonende ihre fünfte von bislang sechs Meisterschaften. Dreßel lief mit Nürnberg nur auf Platz 13 ein, knöpfte mit neun Toren aber an seine erfolgreichste Saison im Trikot von Werder Bremen vor seinem HSV-Wechsel (zwölfte Tore) an. Insgesamt sammelte der heute 66-Jährige 45 Treffer in 229 Bundesliga-Spielen. Und kann auf einen Bundesliga-Rekord zurückblicken. Wenn auch vermutlich nicht mehr lange.

Schnelles Werder-Wiedersehen für Zetterer

Die elf Tagen zwischen seinem letzten Spiel für den HSV und dem Wiedersehen mit eben jenem Verein hat bislang noch nie ein Bundesliga-Spieler unterboten. Kevin Behrens war in der Saison 2023/24 zwar nah dran, letztlich lagen aber 13 Tagen zwischen seinem letzten Spiel im Union-Trikot und seinem Auftritt für den VfL Wolfsburg gegen die Eisernen. 13 Tage lagen auch bei Detlev Szymanek zwischen seinem letzten Spiel für Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokal im September 1978 und dem Spiel seines neuen Arbeitgebers Nürnberg gegen seinen alten Verein.

Nun aber schickt sich Michael Zetterer an, einen neuen Rekord aufzustellen. Am 15. August stand der 30-Jährige noch für Werder Bremen im DFB-Pokal zwischen den Pfosten (0:1), am 20. August folgte seine Unterschrift unter einen neuen Arbeitsvertrag bei Eintracht Frankfurt und am 23. August ist sein Debüt im neuen Dress geplant. Gegen Werder Bremen (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

„1.000 Prozent“ für die Eintracht – auch gegen Werder

Acht Tage nach seinem letzten Spiel für Bremen geht es also gegen seinen Ex-Klub, für den Zetterer in den vergangenen viereinhalb Jahren spielte und auch schon von 2015 bis 2019 in der zweiten Mannschaft auflief – insgesamt stand der 30-Jährige zehneinhalb Jahre beim SVW unter Vertrag (zwischenzeitlich war er an Klagenfurt und Zwolle verliehen). „Kein klassischer Arbeitgeber“ sei Werder für den Keeper, Bremen „nicht nur eine Stadt, sondern Heimat“.

Dass er beim Wiedersehen Geschenke an die alten Kollegen verteilt, müssen die Eintracht-Fans aber nicht befürchten. „Ich habe hier jeden Tag 1.000 Prozent gegeben“, blickte Zetterer auf seine Werder-Zeit zurück, „und genauso werde ich das auch bei meiner neuen Aufgabe machen. Das gilt ab der ersten Einheit und auch am Samstag, wenn es gegen Werder geht.“ Sein neuer Trainer Dino Toppmöller hat sich auch schon ein paar Insider-Tipps abgeholt: „Natürlich haben wir mit ihm über das Spiel und die Mannschaft gesprochen. Aber ich glaube, da sind wir auch so ganz gut vorbereitet durch unser Analyse-Team und wissen, was auf uns zukommt.“

Womöglich läuft das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub für Zetterer mit der Eintracht dann am Samstag auch etwas erfolgreicher als das von Dreßel gegen den HSV. Davor, dass Werder Bremen am Saisonende Meister wird, muss sich Zetterer immerhin wohl eher nicht fürchten.

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