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MLS statt Saudi-Arabien? Hofmann: „Es kann auch über den Ozean gehen“

Bei Bayer ist er nur noch Reservist. Doch ans Aufhören denkt Jonas Hofmann noch lange nicht. Eine Offerte aus Saudi-Arabien schlug er im Sommer aus. Doch der 35-Jährige sucht das Abenteuer. Womöglich in Übersee.

Bayers Routinier spricht über seine Zukunft

Eine gute halbe Stunde durfte Jonas Hofmann mitmachen beim Test gegen den Drittligisten Fortuna Köln, den der Bundesligist am Freitag mit einem auffälligen Martin Terrier als zweifachen Torschützen 6:0 gewann und bei dem Nathan Tella nach mehrwöchiger Pause sein Comeback samt Treffer gefeiert hat. Ein Testspiel-Einsatz, den Hofmann auf eigenes Betreiben hin bekam, war er diese Woche am Mittwoch zum zweiten Mal Vater geworden. Erneut ein Junge. „Ich arbeite an der Fußballmannschaft“, so der Routinier.

„Der Trainer hat es mir freigestellt, ob ich kommen will, aber ich musste ein bisschen raus, die Beine vertreten“, erklärte der frühere Nationalspieler, für den es im Sommer die Möglichkeit gab, nach Saudi-Arabien zu Al-Shabab zu wechseln. Doch Hofmann blieb in Leverkusen. Auch aus familiären Gründen? „Das hatte eher weniger mit privaten Dingen zu tun gehabt“, sagt Hofmann, „am Ende hat es einfach nicht mit allem hingehauen.“

„Es soll auf jeden Fall weitergehen. Das kann ich verraten.“ (Jonas Hofmann)

Eine solche Offerte auszuschlagen, ist nicht selbstverständlich für einen Profi, der am Ende seiner Karriere steht. Doch Hofmann kontert: „Ich bin ja noch nicht am Ende. Hier in Leverkusen vielleicht ja, aber es soll auf jeden Fall weitergehen. Das kann ich verraten.“

In Leverkusen hat er derzeit einen schweren Stand. „Die Konkurrenz ist groß, auf jeden Fall. Es sind viele Spieler“, sagt er. Doch Stress verursacht seine Situation als Reservist bei ihm, anders als in den letzten Wochen unter Xabi Alonso, nicht. „Ich muss sagen, ich bin entspannt. Ich weiß ja, was auf mich zukommt hier.“

Wobei der Double-Gewinner von 2024, dessen Vertrag 2027 ausläuft, betont, dass er weiter brennt: „Wenn man das Training anschaut, kann man mir nicht absprechen, dass ich jetzt nicht alles reinwerfe wie noch vor einigen Jahren. Das gibt es bei mir nicht jetzt, nur weil es Richtung Ende geht, irgendwie lockerer oder nicht mehr so viel Ehrgeiz reinzugehen. Es ist derselbe Ehrgeiz wie noch vor 15 Jahren und ich muss weiter hoffen, dass das mal belohnt wird, dass man im Training extrem Gas gibt, aktuell ist es noch nicht so der Fall.“

Hofmann hat Zweifel am Interesse innerhalb Deutschlands

Ans Aufhören denkt Hofmann, der den 6:0-Endstand durch Patrik Schick per Eckball vorbereitete, noch lange nicht. „Wenn ich in mich reinhöre, will ich schon noch zwei, drei Jahre spielen“, sagt der Offensivakteur, der sich bei der Wahl seines Ziels keine Grenze setzt. „Wir können uns sehr, sehr gut vorstellen, ins Ausland zu gehen, weil jetzt hinten raus ist natürlich auch der Faktor genießen ein bisschen angesagt“, sagt Hofmann und fügt mit einem Lachen an: „Ich weiß nicht, ob sich in Deutschland noch jemand für einen 35-Jährigen interessiert …“

Auch die Major League Soccer ist ein mögliches Ziel. „Das kann auch über den Ozean gehen“, erklärt der Profi, „es geht mir halt darum, noch mal was ganz anderes zu machen. Irgendwann verspürt man vielleicht, dass man einfach weg will, was Neues sehen will, Abenteuer will.“ Das in Leverkusen ist in neun Monaten beendet.

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