Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Ein „ausgezeichneter“ Start: Nolls Traum geht weiter

Der Auftakt des Aufsteigers verlief gut, der seines Torhüters noch besser. Mit starken Paraden sicherte Paderborns Schlussmann den Ostwestfalen den ersten Punkt – so soll es Schritt für Schritt weitergehen.

SCP-Torwart glänzt mit „weißer Weste“

„Zu null“ zu spielen – das ist für einen Torhüter oftmals das höchste aller Gefühle. Und weil Nahuel Noll beim 0:0 zum Auftakt in Mainz seine „weiße Weste“ behielt, konnten sich auch alle Paderborner über den ersten ergatterten Punkt in der neuen Saison freuen. Für den Keeper selbst hätte es derweil sogar etwas mehr sein dürfen: „Vorne noch ein Tor – das wäre noch schöner gewesen. Aber als Torwart kann man sich ansonsten nicht viel mehr wünschen.“

Es sei insgesamt ein guter Mannschaftsauftritt gewesen, befand Noll, der wie neun weitere Paderborner Kollegen in der Startelf seine allerersten Bundesliga-Minuten erlebt hatte. „Ein Kindheitstraum“ sei für ihn damit in Erfüllung gegangen, so der 23-Jährige, der bislang „nur“ im Unterhaus bei der SpVgg Greuther Fürth und Hannover 96 Profierfahrung sammelte. „Viele Zuschauer ist man aus der 2. Liga auch gewohnt, aber natürlich sind jetzt noch ein paar ganz andere Spieler auf dem Platz“, lautete sein Fazit nach 90 Minuten, in denen er vor allem mit zwei Großtaten in der zweiten Halbzeit so glänzen konnte, dass ihn der kicker mit der Note 2 und einer Berufung in die „Elf des Tages“ auszeichnete.

„Der erste Ball war schwieriger“, analysierte Noll nüchtern jene Aktion in der 49. Minute, in der er einen verdeckten Schuss des Mainzers Phillipp Mwene mit schneller Streckung um den Pfosten lenkte. „Der zweite sah schön aus – den muss ich so halten“, kommentierte er dagegen die spektakuläre Parade, mit der er explosiv den Fernschuss von Dominik Kohr über die Latte lenkte (75.).

Fußballerisches Können ist für Trainer Kettemann wichtig

Die zwei Highlights erfreuten auch Paderborns Coach Ralf Kettemann, der sie freilich nicht überbewertete. „Nahuel hat gehalten, was auf ihn zukam. Er musste aber auch nicht vier, fünfmal glänzen …“ Etwas anderes schien dem 40-Jährigen genauso wichtig: „Er hat auch mit dem Ball sehr klare und gute Entscheidungen getroffen.“ Im Sommer war Noll auf Leihbasis aus Hoffenheim als klar designierte neue Nummer 1 des Aufsteigers verpflichtet worden, hatte sich beim SCP07 aber in der Vorbereitung gegen den starken Konkurrenten Markus Schubert durchsetzen müssen. Sein fußballerisches Können mag womöglich den finalen Ausschlag für die Nominierung gegeben haben.

Besagter Kindheitstraum geht für Noll nunmehr in der Bundesliga weiter. „Wir wissen, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt. Wir sind noch in der Findungsphase. Da wird es noch Entwicklungen geben, in allen Bereichen. Ich bin einfach glücklich, meiner Mannschaft so geholfen zu haben. Es ist ein guter Anfang.“ Jetzt werde hart weitergearbeitet, die weitere Saison hindurch. Mit offenem Ausgang, auch für Noll. Sich nach Ablauf der Ausleihe 2027 bei der TSG 1899 wieder hinter einer Legende wie Oliver Baumann anzustellen, kommt für ihn nicht infrage, das hat er bereits angekündigt. Noll will sich in der Bundesliga etablieren. Mit allen Möglichkeiten. Vielleicht eines Tages für den einstigen Junioren-Nationaltorhüter ja auch wieder beim DFB …

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5