Es hatte sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: Jovan Milosevic verlässt den VfB Stuttgart und sucht sein Glück im Ausland. Der 20-Jährige wechselt zu Sporting Braga.
Serbe wechselt zu Braga
Beim VfB Stuttgart hatte Jovan Milosevic keine Zukunft mehr, das war schon länger klar – zu groß war die Konkurrenz im Sturm der Schwaben, wo sich Leute wie Ermedin Demirovic, Deniz Undav oder Neuzugang Dzenan Pejcinovic tummeln. Und als Nicht-EU-Ausländer darf er auch beim VfB II in der 3. Liga keine Spielpraxis sammeln. Trainieren ja, spielen nein – eine giftige Mixtur für einen jungen Spieler und dessen Karriere. „Er ist ein junger Spieler, der in Bremen Bundesliga gespielt und Tore erzielt hat. Deswegen wird es für ihn wichtig sein, zu spielen“, wusste auch Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß um Milosevics Lage.
Weil sich der Serbe, der im Sommer 2023 als Toptalent für günstige 1,2 Millionen Euro von Vojvodina Novi Sad zum VfB gekommen und anschließend mehrfach ausgeliehen worden war (St. Gallen, Partizan Belgrad, Werder Bremen), nicht auf eine weitere Leihe einlassen wollte, war recht bald klar, dass sich die Wege von Milosevic und dem VfB endgültig trennen würden. Sein Weg führt ihn nun mit sofortiger Wirkung zu Sporting Braga, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.
„Jovan hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und seine Torjägerqualitäten bei verschiedenen Klubs in unterschiedlichen europäischen Ligen unter Beweis gestellt. Der Wechsel zum SC Braga eröffnet Jovan die Möglichkeit, in einem ambitionierten Umfeld die nächsten Karriereschritte zu gehen“, erklärte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.
Drei Tore für Werder Bremen
An Interessenten mangelte es nicht, auch weil Milosevic international durchaus auf sich aufmerksam gemacht hatte. Seine wohl stärkste Zeit hatte er bei Partizan, wo er mit 19 Toren und fünf Vorlagen in 30 Spielen glänzte. In Bremen kam er immerhin noch auf drei Treffer und eine Vorlage in 13 Partien.
Eine Offerte von Griechenlands Rekordmeister Olympiakos Piräus lehnte der 20-Jährige ab, auch gab es zwischenzeitlich Gerüchte über ein Interesse von Real Betis – die spanische La Liga wird aber nicht sein kommendes Zuhause sein. Zuletzt waren Sporting Braga und Udinese Calcio noch in der Verlosung. Und die Portugiesen sind es nun geworden.
Auch wenn Milosevic für den VfB Stuttgart lediglich sechs Spiele bestritten hat, machen die Schwaben dennoch einen ordentlichen Gewinn. Denn der VfB streicht eine Ablösesumme in Höhe von acht Millionen Euro für den Stürmer ein. Ein Teil davon fließt jedoch direkt weiter nach Novi Sad, dass sich beim Verkauf des Stürmers an den VfB eine Weiterverkaufsbeteiligung hat zusichern lassen und nach kicker-Informationen 400.000 Euro bekommt.

