Beim Allianz Team Day zeigte der FC Bayern seine Frauen- und Herrenmannschaft der neuen Saison. Obwohl bei den Männern die Topspieler zurückkehrten, fehlten zwei Akteure.
Positive Signale von Gnabry und Karl
An diesem Montag präsentierte der FC Bayern im Rahmen des Allianz Team Days am Münchner Campus seine Frauen- und Männermannschaft für die neue Saison. Alle Kaderspielerinnen und -spieler wurden vorgestellt, nur zwei Profis fehlten: Bryan Zaragoza, der noch abgegeben werden soll in dieser Transferperiode, und Jamal Musiala, der am Samstag ohne gegnerische Einwirkung zusammengesackt war. Es sei ein wenig Vorsicht geboten, heißt es von Vereinsseite, weshalb der Dribbler an diesem Montag nur eine kurze individuelle Einheit an der Säbener Straße eingelegt haben soll.
Der ebenfalls angeschlagen ausgewechselte Konrad Laimer, der beim 3:1 gegen Leipzig einen Schlag auf den Unterschenkel abbekommen hatte, war zumindest bei der Präsentation dabei, setzte nur das Training aus. Es soll nichts Schlimmeres sein, mehr eine Vorsichtsmaßnahme. Der Österreicher wird in den kommenden Tagen wieder zurückerwartet bei der Mannschaft. Min-Jae Kim konnte direkt wieder mitmischen und hat vom Samstag offensichtlich keine weiteren Beschwerden davongetragen.
Karl und Gnabry machen Fortschritte
Insgesamt zählte das von Trainer Vincent Kompany versammelte Team 25 Feldspieler plus drei Torhüter, Sven Ulreich pausierte, Jannis Bärtl war dafür dabei. An der Ingolstädter Straße sahen die Anhänger erstmals seit dem Pokalfinale, also seit 86 Tagen, auch wieder ihre Topspieler Harry Kane und Michael Olise – und das aus unmittelbarer Nähe. 60 Minuten lang ließ der Chefcoach für die Zuschauer attraktive Spielformen üben, wo Olise, Kane, Diaz und Neuzugang Ismael Saibari ihre Künste vortragen konnten.
Erfreulich für die Fans dürfte dabei auch das aktive, wenngleich zurückhaltende Mitwirken von Lennart Karl und Serge Gnabry gewesen sein. Das zuletzt angeschlagene Offensiv-Duo macht Fortschritte auf dem zur Besserung, verzichtete aber auf den zweiten Teil der Einheit.
Angriffs-Kollege Saibari zeigte sich als Mann hinter und um Stürmer Kane herum in Torlaune: wendig, kurze Bewegungen, trockene Abschlüsse. Der Marokkaner macht Lust auf mehr. Olise glänzte mit gewohnt filigraner Ballbehandlung. Und Abgabekandidat Joao Palhinha hinterließ einen sehr akribischen Eindruck. Es hatte nicht den Anschein, dass er beim FC Bayern, selbst bei mangelnder Perspektive, kapituliert.
Ein rundum gelungener Nachmittag für den deutschen Rekordmeister und seine Fans, die sich zusammen auf die neue Saison einstimmten, die mit dem ersten Pflichtspiel am Samstag (20.30 Uhr), beim Supercup in Dortmund, offiziell beginnt.

