Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Dortmunder Doppelpack: Konstantelias und Veerman sollen kommen

Said El Mala kommt nicht, dafür geht es bei Giannis Konstantelias und Joey Veerman offenbar schnell: Die Transferbemühungen von Borussia Dortmund nehmen Fahrt auf.

BVB-Pläne nach dem Aus von El Mala

Die schwerste Hürde nahm Giannis Konstantelias bereits am Sonntagmorgen um 9.28 Uhr. Da hob sein Privatjet mit der Flugnummer AWH81B von Thessaloniki ab und trat mit rund zweieinhalb Stunden Verspätung die Reise nach Dortmund an. Damit war er schon weiter gekommen als vor rund einem Jahr, als sich der VfB Stuttgart und PAOK Saloniki bereits über einen Wechsel einig waren, der Spieler aber im letzten Moment am Gate des Flughafens wieder eingefangen wurde. Der Transfer platzte.

Und während der Mittelfeldspieler in der Luft über Skopje, Graz und Bayreuth saß, nahm die Berichterstattung am Boden ebenso Fahrt auf. Dass der 23-Jährige ein ganz heißer Kandidat für die Offensive von Borussia Dortmund ist, das war schon seit mehr als einer Woche klar. Zwischen erstem Interesse, weiteren Gesprächen und dem Abflug am Sonntag lagen allerdings noch einige andere Entscheidungen, die den möglichen bis wahrscheinlichen Wechsel zum BVB beeinflussten.

Allen waren das die gescheiterten Verhandlungen mit dem 1. FC Köln um Said El Mala. Am Donnerstag hatten die Rheinländer das erneut verbesserte Angebot von Borussia Dortmund abgelehnt, die Verantwortlichen der Schwarz-Gelben daraufhin entschieden, dass es kein weiteres geben wird. „Das sagt unsere wirtschaftliche Vernunft“, erklärte Geschäftsführer Carsten Cramer im Gespräch mit dem kicker.

Anderes Profil, besserer Fit?

Schon am Freitag betonte der neue Boss aber auch, dass parallel weitere Optionen vorangetrieben worden waren – darunter eben Konstantelias, auch wenn Cramer keine Namen nannte. Der griechische Nationalspieler ist zwar kein klassischer Außenbahnspieler wie El Mala oder Karim Adeyemi, passt aber ebenso gut in das von Dortmund gesuchte Profil, was weniger auf Positionen abzielt, sondern mehr auf Fähigkeiten.

Am Samstagabend, nach dem 2:2 gegen AS Rom im Rahmen der Dortmunder Saisoneröffnung, hatte Ole Book bereits bestätigt, dass auch ein Typ wie Konstantelias passt. Einer, der eher aus dem Zentrum kommt, zwischen den Linien seine Räume findet und aus dem linken Halbraum für Gefahr mit seinen Dribblings und Schüssen sorgt. „So wie wir Fußball spielen, ist das sogar ein sehr viel besserer Fit“, befand der Sportdirektor.

Eine offizielle Bekanntgabe des Wechsels ist am Sonntag allerdings nicht zu erwarten, parallel zur Ankunft des Griechen in Dortmund laufen die Verhandlungen mit PAOK. Erwartbar sind ein Paket von einer Sockelablöse zwischen 25 und 27 Millionen Euro sowie Boni, mit denen die 30 Millionen Euro überschritten werden könnten. Eine Einigung ist absehbar, auch wenn der Transfer in Thessasaloniki ein Politikum ist. Denn das Eigengewächs ist Publikumsliebling, ein Abgang ein schwerer Schlag für die große Fangemeinde.

Konstantelias wird sehr wahrscheinlich nicht der einzige Neue sein, den Dortmund kommende Woche vorstellt. Auch bei Joey Veerman steht ein Transfer bevor, der BVB hat nach übereinstimmenden Medienberichten die Kaufoption von rund 22 Millionen Euro gezogen, der Sechser soll von der PSV Eindhoven kommen und Anfang der neuen Woche seinen Medizincheck absolvieren.

Veerman als Sechser mit Blick nach vorne

Am Samstag hatte sich der 27-Jährige selbst erstaunlich offensiv positioniert. „Sie müssen sich beeilen, wenn sie mich unbedingt haben wollen“, scherzte der Spieler bei ESPN angesichts seiner Ausstiegsklausel, die nur noch wenige Tage gelten soll. Veerman hat offenbar Lust auf den BVB: „Sollte es dazu kommen, wäre das eine großartige Option für mich. Darauf habe ich jahrelang gewartet.“

Das zentrale Mittelfeld steht schon länger im Blick der Dortmunder Transferbemühungen. „Man sieht, dass wir sehr gute Spieler auf der Position haben, aber nicht sehr viele sehr gute Spieler“, sagte Book, eine Ergänzung für Spitze und Breite gleichzeitig soll es angesichts der großen Belastung sein. Im Blick war von Beginn an kein klassischer Abräumer und Absicherer, sondern ein Spieler, der auch nach vorne denkt – wie eben Nationalspieler Veerman: „Wenn man wie wir aktuell mit einer Dreierkette spielt, dann kann ein Spiel relativ zäh werden, wenn man davor noch eine Holding Six stellt.“

Rechts hinten könnte zudem ein Ersatz für Yan Couto kommen. Nach spanischen Medienberichten soll Hector Fort (20) vom FC Barcelona dafür im Gespräch sein. Es dürften also noch weitere Flieger in Richtung Dortmund starten.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5