„Harte Arbeit, viel Laufen“, das gefällt Satoshi Tanaka auch auf Schalke. Im zentralen Mittelfeld heizt der Japaner den Konkurrenzkampf an.
Auf den Spuren von Vorbild Uchida
Eines der spannendsten Startelf-Duelle spielt sich bei den Schalkern im zentralen Mittelfeld ab. Es geht um den passenden Partner an der Seite von Soufiane El-Faouzi, der eine bärenstarke Aufstiegssaison hinlegte (zwei Tore, fünf Assists, kicker-Notenschnitt 2,88) und in der neuen Saison seinen Platz sicher hat.
Als Nebenmann kommt der etablierte Ron Schallenberg infrage – aber auch Sommerzugang Satoshi Tanaka darf Ansprüche anmelden. Der Japaner zählte trotz des Abstiegs der Düsseldorfer Fortuna zu den auffälligsten Mittelfeldspielern in der vergangenen Zweitligasaison (kicker-Notenschnitt 3,16). Statt runter in die 3. Liga ging es für Tanaka mit dem Wechsel zu den Knappen sogar hoch hinaus ins Oberhaus.
Den Zweikampf mit Schallenberg will der 24-Jährige nicht zu hoch hängen. „Ron zeigt gute Leistungen. Ich respektiere ihn sehr. Ich muss mich aber auf mich selbst konzentrieren“, sagt Tanaka und will sich mit Leistung bei Trainer Miron Muslic empfehlen. Generell sehe er sich mit seiner Art des Fußballs auf Schalke genau am richtigen Platz. „Harte Arbeit, viel Laufen, das gefällt mir. Der Schalke-Style passt zu mir“, sagt Tanaka nach seinen ersten Wochen beim Aufsteiger.
Tanaka hat „als Kind schon viele Schalke-Spiele geschaut“
Einer, zu dem der „Schalke-Style“ auch einmal sehr gut gepasst hat, war Atsuto Uchida. Von Juli 2010 bis August 2017 trug Tanakas Landsmann das königsblaue Trikot. 153 Pflichtspiele (zwei Tore) absolvierte der Rechtsverteidiger für die Schalker, 2011 gewann er den DFB-Pokal. Als Schalke ins Transferrennen um ihn einstieg, war Tanaka schnell Feuer und Flamme – gerade wegen Uchida.
„Ich habe als Kind schon viele Schalke-Spiele geschaut. Ich wollte auch für diesen großen Verein in der Bundesliga spielen, so wie Atsuto. Er hat großartige Leistungen gezeigt. Ich wollte so sein wie er“, erinnert sich Tanaka.
Während Uchida Schalke nach den sieben Jahren als Legende verließ, steht Tanaka gerade erst am Anfang seiner Reise. Für den Aufsteiger ist der Mittelfeldmann auf jeden Fall ein Schnäppchen bei einer Ablöse von nur einer Million Euro, die durch den Düsseldorfer Abstieg fällig wurde. Auch sportlich, da sind sich alle Schalker Verantwortlichen einig, wird sich die Verpflichtung des Teamplayers mehr als auszahlen.
Sportdirektor Youri Mulder meinte nach Tanakas Vertragsunterschrift: „Satoshi bringt für die Position im defensiven Mittelfeld die Eigenschaften mit, die für unsere Spielweise wichtig sind: Er ist aggressiv in der Arbeit gegen den Ball, dynamisch und agil. Mit seiner Laufstärke und Intensität erfüllt er das von uns gesuchte Anforderungsprofil sehr gut.“

