Joao Palhinha wäre gerne zu Aston Villa gewechselt, doch mit dem FC Bayern konnte sich der Europa-League-Sieger nicht einigen.
„Es gibt keine Chance der Einigung“
Der Pflichtspielstart steht vor der Tür, und für Joao Palhinha und den FC Bayern läuft die Zeit ganz langsam davon. Der Portugiese besitzt beim deutschen Rekordmeister sportlich keine Perspektive und soll den Verein verlassen, ein zufriedenstellender Deal ist bislang aber noch nicht zustande gekommen.
Die Tottenham Hotspur hätten ihren Leihspieler der Vorsaison theoretisch gerne behalten, konnten sich mit Palhinha aber nicht auf einen passenden Vertrag einigen. Rund zwei Monate später konnte sich der 31-Jährige sehr wohl anfreunden mit einer Premier-League-Rückkehr, mit Aston Villa soll er sich bereits einig gewesen sein.
Bayern forderte 30 Millionen, Villa wollte leihen
Dieses Mal jedoch blieb eine Einigung zwischen den Vereinen aus – und es wird sie auch nicht mehr geben. „Mit Aston Villa werden wir keine Einigung hinbekommen“, erklärte Sportvorstand Max Eberl am Freitag am Rande der Vorstellung von Neuzugang Ismael Saibari. „Das funktioniert einfach nicht, weil wir auch nicht in der Situation sind, wirklich alles machen zu müssen, was andere uns aufdrängen.“
Eberl und die Bayern wollten und wollen Joao Palhinha fest verkaufen, wohlwissend, dass sie die vor zwei Jahren investierten 50 Millionen Euro natürlich nicht mehr wiederbekommen werden. Rund 30 schweben den Münchnern aber trotzdem vor, Europa-League-Sieger Villa hingegen bot nach kicker-Recherchen lediglich ein Leihgeschäft an. Zu wenig für die Bayern – und offenbar auch zu wenig Kompromissbereitschaft.
Fürs Erste bleibt Palhinha also weiterhin in München und muss sich im Training aufdrängen, um immerhin die Matchpraxis zu erhalten und zu behalten. Eine Aussicht auf Spielzeit herrscht bei Trainer Vincent Kompany nicht, gleiches gilt bekanntlich für Rechtsverteidiger Sacha Boey und Offensivspieler Bryan Zaragoza. „Wir haben noch zweieinhalb Wochen Zeit“, sagt Eberl. „Wir haben von Anfang an sehr klar kommuniziert, sowohl intern als auch extern, wie die Situation ist. Es ist nicht leicht, solche Entscheidungen zu fällen; solche Mitteilungen zu geben. Aber es ist Teil unseres Business. Es ist Bewegung drin, das ist so, ohne dass was wirklich Spruchreifes dabei war.“
Villa hätte spruchreif werden können, doch die jüngsten Entwicklungen haben einen möglichen Deal platzen lassen: „Keine Chance der Einigung“, bestätigt Eberl.

