Nach der ersten Einheit der Saisonvorbereitung untermauerte Marvin Schwäbe erneut seinen Wunsch, beim 1. FC Köln zu bleiben. Die Nummer 1 blickte optimistisch auf die kommenden Wochen und beschrieb, was Trainer René Wagner vom Team fordert.
Kölns Kapitän bekräftigt seinen Wunsch zu bleiben
Im Tor startete der 1. FC Köln am Montag unverändert in die Sommervorbereitung der Profis. Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler und Matthias Köbbing bilden weiterhin das erfahrene Trio zwischen den Pfosten. Daran soll sich aus Sicht von Kapitän und Nummer 1 Schwäbe auch nichts ändern, wenngleich sein Vertrag 2027 ausläuft.
„Ich gehe jetzt in mein sechstes Jahr. Ich weiß, was ich hier habe, und deswegen bin ich auch zufrieden, so wie es ist“, bekräftigte er erneut seinen Willen, in Köln zu bleiben. Zuletzt hatte sein Lager aufgrund ausbleibender Vertragsverhandlungen auch den Markt sondiert. „Natürlich wurde ein bisschen was geschrieben“, sagte Schwäbe zu diesem Thema, „aber das darf man nicht immer alles so ernst nehmen.“
Schwäbes Ziel: Eine stabilere Saison
Bei der Vertragsfrage geht man es in Köln weiter ruhig an. Schwäbe sieht sich dort als „der falsche Ansprechpartner“. Auf die konkrete Nachfrage, ob er weiterhin im Kölner Tor stehen werde, entgegnete er aber schmunzelnd mit: „Ich hoffe!“
Dann will er mit den Kölnern versuchen, „eine stabilere Saison zu spielen“ als die vergangene. „Grundsätzlich geht es für uns immer erstmal darum, unsere Punkte einzufahren und fußballerisch den nächsten Schritt zu gehen. Über unsere Ambitionen und Ziele werden wir die nächsten Wochen sprechen“, erklärte der Führungsspieler.
„Ich glaube, dass er es im Saisonendspurt einfach gut gemacht hat, sonst hätte er auch die Chance nicht bekommen.“ (Marvin Schwäbe über René Wagner)
Dabei dem Plan, mehr Stabilität zu erreichen, soll auch die recht lange Vorbereitung helfen. „Da werden wir mit Sicherheit einige Dinge ansprechen und irgendwas versuchen zu ändern, beziehungsweise in die richtige Richtung bringen.“ Und das weiterhin unter der Leitung von René Wagner, den die Mannschaft zwar schon kennt, der aber weiterhin „frischen Wind reinbringt“, wie Schwäbe erklärte. „Ich glaube, dass er es im Saisonendspurt einfach gut gemacht hat, sonst hätte er auch die Chance nicht bekommen.“
Integration der Neuzugänge? „Haben wir immer gut gemeistert“
Was Wagner sehen will, wissen seine Spieler bereits ganz genau. „Er will eine gute Kultur haben, immer 100 Prozent im Training. Er will, dass wir vorweggehen und dass wir uns auch mal anscheißen im Training“, führte Schwäbe die Anforderungen seines Trainers aus. „So, wie es eben sein soll.“
Eine kleine Herausforderung für die Kölner ist dabei der Umstand, dass noch einige Kaderpositionen offen sind. Der einzige Linksverteidiger, Neuzugang Gideon Mensah, befindet sich noch im WM-Urlaub. Auch im Mittelfeldzentrum ist der FC dünn besetzt, dazu wird sich nach einer Alternative für den Sturm und einem Ersatz für Jakub Kaminski umgesehen. Zum Auftakt rückten daher fünf Nachwuchsspieler auf.
Doch die Neuzugänge, die sicherlich noch folgen werden, in den Kader zu integrieren, werde laut Schwäbe kein Problem. „Das haben wir bislang immer gut gemeistert. Sei es nach irgendwelchen Transfersperren oder letztes Jahr, wo es auch einen großen Umbruch gab“, blickte der Torwart zurück und kündigte auch für diesen Sommer an: „Alle Charaktere, die bislang da sind und die noch dazukommen, werden wir gut aufnehmen und mit ihnen als Einheit zusammenwachsen.“

