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Kovac stellt klar: „Faulenzen gibt’s nicht“

Am letzten Spieltag der Saison gastiert Borussia Dortmund bei Werder Bremen. Für die BVB-Akteure geht es anschließend in die knapp zweimonatige Sommerpause, die diese Bezeichnung nur bedingt verdient.

Gadou erinnert an van de Ven

Seine „beste Mannschaft“ will Niko Kovac im Weserstadion aufbieten, wo es für den vorzeitigen Vizemeister letztlich nur noch um eine bessere Punkteausbeute geht. „70 Punkte hören sich gut an, 73 hören sich besser an, mit 71 könnte ich auch leben“, so der BVB-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag.

Während sich Julian Brandt indes ausgerechnet in seiner Heimatstadt Chancen auf einen letzten BVB-Startelfeinsatz ausrechnen darf, ist die Wahrscheinlichkeit bei Niklas Süle und Salih Özcan eher gering: „Jetzt zu sagen, dass alle spielen, die weniger gespielt haben, bin ich kein Freund von“, stellte Kovac klar.

Kovac bleibt auch im Urlaub erreichbar

Als „Trainer, der immer gewinnen möchte“, wird Kovac also auch die letzte Partie in dieser Spielzeit angehen. Im Anschluss werden der 54-Jährige und die Spieler, die nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen, „etwa acht Wochen pausieren“, ehe es Mitte Juli wieder gemeinsam losgeht. Komplett runterfahren können die Profis allerdings auch in der Sommerpause nicht.

„Das hört sich viel an, ist es aber nicht. Eine Woche machen sie gar nichts und sieben Wochen arbeiten sie. Aber nicht mit uns, sondern mit dem Programm, das sie bekommen“, blickte der Chefcoach voraus. Nachdem im Vorjahr die Klub-WM anstand, wird die Regenerations- bzw. Vorbereitungszeit diesmal deutlich länger ausfallen. „Deswegen werden die Jungs aber mit Sicherheit nicht faulenzen, denn ihr kennt mich ja: Faulenzen gibt’s nicht“, erklärte Kovac grinsend.

Der Trainer selbst scheut ebenfalls nicht davor zurück, ein paar Tage seiner Sommerpause zugunsten des Vereins zu entbehren – beispielsweise, wenn auf dem Smartphone die Nummer von Sportdirektor Ole Book erscheinen sollte: „Es ist Urlaub, aber es ist kein Urlaub. Es kann schon sein, dass ich mich in den Flieger oder ins Auto setze und irgendwohin fliege oder fahre, wenn es klingelt“.

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BVB-Coach hätte Endplatzierung „sofort unterschrieben“

Bei einer ruhigen Minute bietet sich Kovac am Strand gewiss auch die Möglichkeit, die vergangenen Monate nochmals Revue passieren zu lassen. Allzu viel Zeit dürfte er für das Saisonfazit allerdings nicht aufwenden, zeigte er sich dahingehend doch schon vor dem letzten Spieltag klar: „Wir wissen, wo wir herkommen, wir wissen, was die anderen ausgegeben haben, wo die anderen sind, welches Niveau die anderen haben. Mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen – finanziell, technisch, taktisch – haben wir einen richtig guten Job gemacht“.

Die Endposition als „sicherer Tabellenzweiter“ hätte Kovac nach der strapazierenden Saisonvorbereitung jedenfalls „sofort unterschrieben“. Im DFB-Pokal (Aus im Achtelfinale gegen Leverkusen) hätte man derweil „gerne noch eine Runde mehr mitgenommen“, in der Champions League (Aus in den Play-offs in Bergamo) ebenfalls. „Da sind wir selbst schuld, weil wir alles in unserer eigenen Hand hatten“, haderte Kovac, den die gesamte Saison dennoch „sehr zufrieden“ stimmt.

Und wie würde sich das in Form von Schulnoten darstellen? „Die sollt ihr uns geben, weil ihr macht das ja eh am Wochenende immer“, wandte er sich an die anwesenden Medienvertreter. „Die fallen nicht immer ganz gut aus, aber vielleicht gibt es ja am Ende der Saison eine gute Schulnote von euch für uns“.

Gadou erinnert Kovac an van de Ven

Für seine Leistungen im BVB-Trikot wird ab der kommenden Spielzeit auch Joane Gadou bewertet werden, der unter der Woche von RB Salzburg verpflichtet wurde und nach der Sommerpause zu seinem neuen Team stoßen wird. Kovac freut sich bereits auf den 19-jährigen Innenverteidiger: „Ein junger, sehr, sehr guter Spieler, der das in Salzburg sehr gut gemacht hat und eine sehr enorme Physis mitbringt.“

Durch seine Statur und das hohe Tempo erinnert der Franzose den BVB-Coach an Tottenhams Micky van de Ven, den Kovac einst in Wolfsburg trainierte. Gadou sei ein Spieler, von dem man sich viel erhoffe, der im Alter von 19 Jahren aber „noch jung ist“ und sich gewiss erst einmal mit dem höheren Niveau in der deutschen Bundesliga akklimatisieren muss.

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