Auch wenn die Personalie Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund im Fokus steht: Die Zukunft von Karim Adeyemi beim BVB dürfte sich ebenfalls bis zum Sommer klären.
Dortmund wünscht sich Klarheit bis zum Sommer
Der Blick geht über den Sommer hinaus, zumindest was den aktuellen Kader angeht. Drei Verträge laufen bei Borussia Dortmund zum 1. Juli aus, die Abgänge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan sind längst kommuniziert. Nun geht es schon um die Spieler, die noch bis 2027 an den Verein gebunden sind – und damit in der anstehenden Transferperiode ohne Verlängerung letztmals Transfererlöse generieren könnten.
Felix Nmecha hat sich bereits vor einigen Wochen entschieden, langfristig zu bleiben, bei den drei Ersatzkeepern und den Ü-30-Spielern Marcel Sabitzer und Ramy Bensebaini eilt eine Entscheidung nicht. Anders ist das bei der derzeitigen Über-Personalie Nico Schlotterbeck und – aktuell in deren Schatten – auch bei Karim Adeyemi.
Entscheidung eilt nicht
Denn bei einer Nicht-Einigung zwischen Klub und Profi(s) wäre Plan B ein Verkauf im Sommer. Eine Einigung zwischen dem BVB und der Seite von Adeyemi rund um dessen Star-Berater Jorge Mendes oder die Entscheidung für einen Abgang scheint dabei derzeit noch deutlich ferner als bei Schlotterbeck.
Anders als beim Vize-Kapitän und Abwehrchef hat die Personalie des Flügelspielers auch eine geringere Signalkraft. „Da muss es nicht morgen die Entscheidung geben“, bestätigt Sport-Geschäftsführer Lars Ricken, bis Bundesliga-Ende allerdings soll Klarheit herrschen: „Wir wollen jetzt auch nicht bis nach der WM warten.“
„Ich fühle mich immer überall wohl“
Und auch der Spieler äußerte sich am Samstag bei Sport1 auffallend offen: „Man weiß nie, was die Zukunft bringt. Ich fühle mich immer überall wohl.“ Ein Verbleib Adeyemis wird wohl auch von den Angeboten abhängen, die kommen. Gerüchte über Interessenten aus Italien, Spanien und England gab es in den vergangenen Jahren genug, ein Wechsel zur SSC Neapel nahm einmal bereits konkretere Züge an.
Gut möglich also, dass schnell wieder Bewegung in die Personalie kommt. Denn bei keinem Akteur im Kader ist das Verhältnis zwischen möglichen Einnahmen und dem sportlichen Wert so günstig für den BVB: Unter Niko Kovac spielt der Außen aktuell trotz des Treffers in Stuttgart meist nur die Rolle als Edel-Joker, das riesige Potenzial des 24-Jährigen könnte aber 30 bis 40 Millionen Euro Einnahmen bringen.

