Nach zwei Siegen in Serie setzte es für Werder Bremen gegen Mainz nun wieder einen Dämpfer. Leo Bittencourt möchte dennoch nicht alles schwarzmalen, während man Daniel Thioune die Verärgerung durchaus ansah.
Bremens Bittencourt möchte nicht „schwarzmalen“
„Ich wähnte uns ein bisschen weiter“, sagte Werder-Coach Daniel Thioune nach dem 0:2 gegen Mainz bei DAZN und zeigte sich „enttäuscht über unseren ganzheitlichen Vortrag. Der letzte Pass, der Abschluss und die Ballkontrolle waren nicht gut.“ Die Bremer hätten schlicht zu wenig Gefahr entwickelt. „Das letzte Drittel ist unser Problem“, stellte Thioune fest und merkte an: „Die Schärfe hat ein Stück weit gefehlt. Mainz war griffiger – offensiv wie defensiv. Sie haben zweimal aufs Tor geschossen, zweimal drin – das ist eine gute Quote.“
Am Ende habe dann auch die „effektivere Mannschaft“ gewonnen, wie Leonardo Bittencourt ergänzte. „Die Fehler, die wir begangen haben, wurden direkt bestraft. Wir waren zu ungenau, im letzten Drittel hat die Genauigkeit gefehlt. Es ist uns nicht gelungen, gefährlich zu werden.“ Daher sei die Niederlage dann eben auch verdient.
Der 32-Jährige verwies aber auch auf die Situation der Bremer, in der es eben schwer sei. „In unserer Situation fallen die Bälle nicht einfach so rein, das musst du dir erarbeiten“, weiß der Mittelfeldmann und ergänzte mit Blick auf die Siege gegen Heidenheim (2:0) und in Berlin (4:1), dass man das zuletzt auch getan habe. „Deshalb würde ich nach einem Spiel jetzt nicht gleich wieder als schwarzmalen.“
Fokus auf Wolfsburg
Ähnlich äußerte sich auch Marco Friedl, der zwar ebenfalls zugab, dass man „verdient verloren hat, weil wir es nicht geschafft haben, konsequent zu sein. Die Mainzer haben uns komplett den Schneid abgekauft, obwohl sie unter der Woche gespielt haben. Deshalb haben wir auch verdient verloren.“ Zugleich stellte der Kapitän aber auch fest, dass das gute Gefühl der vergangenen zwei Wochen durch die Niederlage jetzt „nicht komplett futsch“ sei.
Am Ende bleibt den Bremern nichts anderes übrig, als sich den Mund abzuputzen und den Blick wieder nach vorne zu richten. „Es wird kein Selbstläufer“, weiß auch Thioune: „Ich hätte mir gerne gewünscht, fünf Spiele zu gewinnen, aber das ist nicht die Realität. Es wird ein Kampf bis zum letzten Spieltag. Wir können es besser, das müssen wir in Wolfsburg machen.“

