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„Weltklasse-Typ“ Coufal vor Verlängerung in Hoffenheim

Am Samstag lieferte Hoffenheims Tscheche Vladimir Coufal eine weitere Galavorstellung, die in Kürze in eine Vertragsverlängerung münden dürfte.

Tscheche bleibt länger

Da erhoben sich die Zuschauer anerkennend applaudierend, als Vladimir Coufal in der Nachspielzeit ausgewechselt wurde und das Feld für die letzten Minuten Valentin Gendrey überließ, den er zunächst vertreten, dann aber nachhaltig verdrängt hatte. Und als ob es noch einen Beweis benötigt hätte für den anhaltenden Hoffenheimer Lauf, markierte der Franzose rund 30 Sekunden nach seiner Einwechslung sein erstes Saisontor zum 3:0 und machte diesen Samstag auch zu seinem persönlichen Valentinstag.

„Für Valentin Gendrey freut mich das Tor ganz besonders. Er hat einen starken Gegner mit Vladmir Coufal auf seiner Position“, erklärte Trainer Christian Ilzer, „aber auch er ist der Grund dafür, dass Vlad solche Leistungen bringen kann, weil er ihn immer wieder im Training antreibt.“ Durchaus möglich, dass Gendrey noch länger in der Rolle des Herausforderers verweilen muss. Denn einerseits scheint Coufal trotz seiner mittlerweile 33 Jahre keinen Deut nachzulassen, andererseits steht die Vertragsverlängerung des Tschechen nach kicker-Informationen unmittelbar bevor.

Coufal hob sein Level und das der TSG

Coufal war im vergangenen Sommer erst nach dem Knöchelbruch des Franzosen zum Thema geworden. Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker hatte den damals bei West Ham United aus Altersgründen aussortierten Rechtsverteidiger kurzerhand verpflichtet, der mit seinem Nebenmann Robin Hranac nicht nur die Nationalität, sondern auch dieselbe Beratungsagentur teilt.

Die Laufzeit beschränkte sich zunächst auf eine Saison, schließlich waren Coufals Leistungsstand und Gendreys Genesungsverlauf offen. Doch schnell erwies sich diese Verpflichtung als gewinnbringender Glücksfall. Coufal hob auch dank der neuen Herausforderung sein persönliches Level noch mal an und verhalf damit auch dem Hoffenheimer Spiel auf ein höheres Niveau.

Laufstärkster Stammspieler der Liga vor Avdullahu

Aktuell ist der Routinier sogar der laufstärkste aller Stammspieler dieser Liga, gefolgt übrigens von Teamkollege Leon Avdullahu. Und Coufals Flanken sind längst gefürchtet, am Samstag bereitete er so die beiden ersten Hoffenheimer Treffer vor. Zudem ist er auch als Führungspersönlichkeit längst anerkannt.

„Als ich ihn kennengelernt habe, war seine erste Frage an mich: Trainer, trauen Sie sich zu, unter den Top 6 zu spielen?“, verriet Ilzer, „das hat mir schon mal sehr gefallen, da wusste ich, er ist total erfolgsorientiert. Zu seiner Routine bringt er unabhängig von seinem Alter noch hohe Qualität in allen Belangen mit.“

Auch unter den Kollegen ist Coufal beliebt und hochrespektiert. „Ein Super-Typ, man merkt einfach, welche Erfahrung er hat, er schlägt super Flanken, ein Kämpfer und Läufer, der für das Team arbeitet, wir sind froh, dass wir ihn haben“, versichert Fisnik Asllani. Und Grischa Prömel ergänzt: „Ein Weltklasse-Typ und ein absoluter Vorzeigeprofi, da gibt es viele Spieler, die sich eine Scheibe abschneiden können. Allein schon wie er in den Schuhen steht, wie aus Stein gemeißelt. Wir sind sehr froh, dass er da ist.“

Und bleiben wird. Da die TSG stramm auf Europacup-Kurs liegt, könnte sich in der kommenden Saison ein weiterer Wettbewerb und damit auch für Gendrey wieder mehr Einsatzchancen ergeben – hinter Frontmann Coufal.

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