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Emotionen, Alltag, Zuversicht beim FC Augsburg

Am vergangenen Spieltag überraschte der FC Augsburg mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Bayern. Doch nun stehen vorentscheidende Wochen an, um sich aus dem Abstiegskampf abzusetzen.

Baums Dreiklang

Manuel Baum wirkte auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag tiefenentspannt. Er würde sagen: Er war in seiner Mitte. Ausschläge nach oben wie nach unten versucht er im Falle von Siegen und Niederlagen zu vermeiden, dabei wäre nach dem 2:1 in der Allianz-Arena die Gelegenheit dagewesen.

Baum weiß jedoch auch, dass die Liste der Teams lang ist, die nach einem Erfolg gegen den Rekordmeister anschließend länger nicht gewonnen haben. „Wir haben es ganz schnell geschafft, uns auf den Alltag und das nächste Spiel zu fokussieren“, sagte der Trainer, schließlich gebe es für jeden Sieg unabhängig vom Gegner nur drei Punkte.

„Das können wir nicht mehr ändern“

An der Sichtweise änderte auch die hartnäckige Nachfrage eines Reporters nichts, der das kommende Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) als Sechs-Punkte-Spiel titulierte. Baum weiß allerdings, dass der FCA – damals noch unter Sandro Wagner – in der Hinrunde sowohl gegen St. Pauli als auch gegen die folgenden Gegner Mainz und Heidenheim leer ausging. „Das können wir nicht mehr ändern, die Zukunft aber können wir beeinflussen“, sagte Baum, der sich beim Personal nicht in die Karten schauen ließ.

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Zum Personal: Kristijan Jakic hat zuletzt in München gefehlt, ist weiter fraglich. Ebenso ein, zwei weitere Spieler, die Baum nicht nennen wollte. Eventuell ist Keven Schlotterbeck einer davon, er fehlte zu Wochenbeginn krank. Leistungstechnisch, so Baum, tue er sich nach dem Sieg in München schwer, jemanden aus der Elf zu nehmen, es gehe aber auch immer darum, wer zum Gegner passt. Gut möglich daher, dass mit Michael Gregoritsch ein Stoßstürmer beginnen darf, Anton Kade oder ein anderer dafür auf die Bank muss.

Neben dem Alltag verwendete Baum die Schlagworte Emotionen und Zuversicht. Sein Team habe zu Beginn des Jahres 2026 schon sämtliche Gefühlswelten durchlebt: Negativ beim 0:4 in Gladbach, das Gegenteil in München, dazwischen späte Gegentore und verspielte Führungen gegen Union (1:1) und Freiburg (2:2).

„Ich bin zuversichtlich, weil wir ein richtig gutes inhaltliches Fundament haben.“ (Manuel Baum)

Mit Blick auf die kommenden Aufgaben und generell unterscheide er jedoch zwischen Hoffnung und Zuversicht. Hoffnung auf einen Sieg bedeute für ihn, nicht zu wissen, wie man es schafft. Zuversicht dagegen entstehe aus der Grundlage zu wissen, warum etwas passiert. „Ich bin zuversichtlich, weil wir ein richtig gutes inhaltliches Fundament haben“, sagte Baum. Gegen die Bayern hat sein Team dies bewiesen. Nun auch gegen die Abstiegskandidaten, die hinter dem FCA liegen?

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