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Steffens Andeutungen: Legt Werder noch nach?

Auch wenn er es diplomatisch ausdrückte, wünscht sich Horst Steffen noch eine Last-Minute-Verstärkung für seinen Kader. Sein mögliches Endspiel gegen Gladbach geht der Werder-Trainer gelassen an.

„Das kann man vielleicht nicht als Antwort akzeptieren“

Zwischen 1991 und 1993 bestritt Horst Steffen 20 Bundesligaspiele für Borussia Mönchengladbach, später trainierte er von 2009 und 2013 erst die U 17, dann die U 19 der Fohlen. „Ich habe dort gerne gearbeitet, es sind noch einige im Verein, die ich gerne mag. Das ist eine gute Verbindung“, sagt der heutige Chefcoach des SV Werder Bremen vor dem Wiedersehen mit Gladbach am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). „Aber viel mehr auch nicht. Es ist ein Konkurrent, den wir schlagen wollen.“

Und wenn es übel läuft, könnte es sogar Steffens vorerst letzter Gegner in der Bundesliga sein. Nach neun Spielen ohne Sieg ist die Trainerdiskussion an der Weser längst im Gange, auch wenn Geschäftsführer Clemens Fritz ihm bislang demonstrativ das Vertrauen ausspricht. Welche Bedeutung hat das Spiel für Steffen also?

„Das kann man jetzt vielleicht nicht als Antwort akzeptieren, aber für mich ist jedes Spiel wichtig – ob es das erste oder vierte ist, ob nach drei Siegen oder vier Niederlagen“, erklärte er am Donnerstag lächelnd, wohl wissend, dass gerade nur drei Zähler wirklich für Ruhe sorgen würden. „Wenn wir nachher hören, wir haben gut gespielt, aber haben einen Punkt, wäre keiner richtig glücklich im Stadion.“

Dass mit Amos Pieper ein weiterer Innenverteidiger wegen einer Risswunde im Knie wochenlang ausfallen wird, trifft Steffen in dieser Phase hart. „Das ist bitter“, räumte er ein. Auch wenn gegen Gladbach Marco Friedl nach abgesessener Sperre zurückkehrt, ließ er mehr als durchblicken, dass er sich bis zum Abschluss der Transferphase am Montag noch Verstärkung wünschen würde.

„Ob eine Möglichkeit besteht, auf dem Transfermarkt etwas noch zu tun, kann ich nicht beurteilen. Grundsätzlich haben wir eine Personallage in der Verteidigung, die ein bisschen dünn ist. Wir sind zusammen im Austausch und diskutieren unseren Kader. Ich bin involviert und gebe meinen Senf dazu. Ich hoffe, dass wir gute Ideen umsetzen können“, drückte es Steffen gewohnt diplomatisch aus.

Agu winkt Kader-Comeback – Steffens „Optimismus“ bei Schmidt

Zumindest wieder eine Option für den Kader ist gegen Gladbach Linksverteidiger Felix Agu, der seit Oktober wegen einer Syndesmoseverletzung fehlt. „Er hat gestern trainiert und das Spiel-Ersatztraining mitgemacht, das sah ganz gut aus. Wie sein Körper darauf reagiert, ist noch fraglich“, berichtete Steffen. „Dass Felix ein wichtiger Bestandteil und Leistungsträger ist, wenn er topfit ist, hat er bewiesen. Er hat in einer kleinen Spielform auch das Tor mal wieder getroffen, das hat ihm sicher ein gutes Gefühl gegeben.“

Auch Isaac Schmidt, der am vergangenen Wochenende in Leverkusen eine Gehirnerschütterung erlitt, hat Steffen für Samstag noch nicht abgeschrieben. „Es gibt Tests, die gemacht werden müssen, die sahen bisher ganz ordentlich aus. Es ist Optimismus angesagt.“

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