Benjamin Henrichs fehlte RB Leipzig mehr als ein Jahr mit einem Achillessehnenriss. Beim 3:0 in Heidenheim feierte der Außenverteidiger endlich sein Comeback – nicht nur für ihn war das emotional.
War seit Dezember 2024 verletzt
Das Spiel in Heidenheim war sportlich bereits seit einer Viertelstunde gelaufen. Leipzig hatte in der Voith-Arena beim Stand von 3:0 alles im Griff und auch die Heidenheimer glaubten nicht mehr an ein Wunder. So war das letzte Highlight des Spiels ein emotionales: Benjamin Henrichs wurde in der 90. Minute für Ridle Baku eingewechselt und feierte nach 400 Tagen Verletzungspause sein Comeback für RB Leipzig.
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Was die Einwechslung des deutschen Nationalspielers auch seinen Teamkollegen bedeutete, sah man daran, dass die Spieler auf der Bank Standing Ovations gaben. Und die mitgereisten Leipziger Fans skandierten nach dem Spiel immer wieder den Namen des Comebackers, der mit Tränen in den Augen vor der Auswärtskurve stand.
Schäfer ist „überglücklich“ über das Comeback
„Wir wissen, was er für eine Leidenszeit hinter sich hat. Es hat über ein Jahr gedauert, bis er wieder den grünen Rasen für ein Pflichtspiel betreten hat. Von daher sind wir überglücklich“, sagte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer nach dem Spiel bei Sky. Er freue sich riesig für den 28-Jährigen, weil dieser nach dem Achillessehnenriss „sehr hart für diesen Moment gearbeitet“ habe.
„Er gibt uns als Mannschaft etwas, was vorher vielleicht ein bisschen gefehlt hat.“ (Ridle Baku über Benjamin Henrichs)
Auch Baku, der in Heidenheim durch seinen ansehnlichen Treffer zum 1:0 den Knoten platzen ließ, war bei seiner Auswechslung anzusehen, dass er ausnahmsweise mal nicht böse drum war, den Platz zu verlassen. „Ich freue mich sehr, dass Benni zurück auf dem Platz ist. Er gibt uns als Mannschaft etwas, was vorher vielleicht ein bisschen gefehlt hat“, sagte der Torschütze. Henrichs sei einfach ein „super Junge“, der mit jedem im Klub gut klarkomme. Und auf die Frage, ob sein Teamkollege nach dem emotionalen Comeback einen ausgeben müsse, gab Baku mit einem Lächeln im Gesicht eine klare Antwort: „Ja, muss er.“
Henrichs könnte schon am Dienstag die nächsten Minuten sammeln
Henrichs selbst war nach dem Spiel anzumerken, was ihm die Rückkehr auf den Platz bedeutete. Sichtbar ergriffen wurde er von unzähligen Leipziger Teamkollegen, Trainern und Staffmitgliedern herzlich in den Arm genommen. Ans Mikrofon kam der Comebacker selbst nicht. Er konzentriert sich jetzt zunächst darauf, sich wieder an die Mannschaft heranzuarbeiten. Denn schon am Dienstag (20:30 Uhr) steht für RB das nächste Bundesliga-Spiel auf dem Programm.
Für die Startelf wird es bei Henrichs noch nicht reichen, aber vielleicht kann er beim Abstiegskandidaten ja wieder ein paar Minuten sammeln. Er wäre sicherlich nicht der Einzige, der sich darüber freuen würde.

