Letztlich hat der Deal doch noch geklappt, obwohl es zwischenzeitlich mal nicht mehr danach aussah. Jetzt ist Nicolas Jackson beim FC Bayern, er wird künftig die Nummer 11 des zu Al-Nassr gewechselten Kingsley Coman tragen. Der 24-Jährige soll die Offensive ergänzen – auf mehreren Positionen.
Was Bayern mit dem Stürmer vorhat
Auf den kommunikativen Wirrwarr der vergangenen Woche folgte ein Wechsel-Wirrwarr. Erst war die Leihe plus Kaufoption fix, am Samstag dann nicht mehr. Kurzzeitig schien der Deal sogar geplatzt zu sein, so berichteten jedenfalls mehrere Medien. An diesem Montag, dem Deadline Day, kam es dann doch noch zur Einigung und zum Vollzug der angestrebten Leihe von Chelseas Nicolas Jackson.
Der Stürmer kommt für die Bundesliga-Rekordleihgebühr von 16,5 Millionen Euro, plus Handgeld, plus Gehaltsübernahme. Zudem beinhaltet der Vertrag eine Kaufoption, die unter gewissen Voraussetzungen zu einer Kaufpflicht werden kann. 65 Millionen Euro soll diese betragen. Damit würde sich das Paket, sofern der FC Bayern im nächsten Sommer Jackson fest für dann fünf Jahre verpflichtet, auf mindestens 81,5 Millionen Euro belaufen – und wäre damit der drittteuerste Einkauf der Vereins- und Bundesligahistorie. Ob dieser fixe Transfer tatsächlich geplant ist? Fraglich.
Für und mit Kane – Jackson soll auf der Neun und dahinter spielen
Das wird dann die Zukunft zeigen. Im Moment sind alle Parteien – Bayern, Chelsea und Spieler – froh, dass der Deal am Deadline Day doch noch geklappt hat. Die Münchner haben jetzt ihren Back-up in der Offensive, der einerseits Harry Kane entlasten kann oder soll, andererseits soll Jackson auch hinter dem Neuner Kane oder auf den Flügeln einsetzbar sein.
Der senegalesische Angreifer ist schnell, hat einen guten Zug zum Tor, sucht dabei meist den direkten Weg. In 65 Premier-League-Spielen gelangen ihm 24 Tore und zehn Assists, beim Titelgewinn der Conference League traf er dreimal bei drei Einsätzen, bei der Klub-WM, wo Chelsea ebenfalls triumphierte, stand er dreimal auf dem Platz und bereitete ein Tor vor.
Sein erstes internationales Spiel ist direkt gegen Ex-Klub Chelsea
Jetzt ergänzt er die bayerische Offensive um Kane, Michael Olise, Luis Diaz, Serge Gnabry und Lennart Karl – Jona Kusi-Asare wechselt zum FC Fulham. Und Jamal Musiala soll, ersten vorsichtigen Prognosen zufolge, erst im Neujahr wieder wirklich mitmischen können. Umso wichtiger war es für die Münchner, im Angriff nachzulegen. Gerade in einem WM-Jahr, Qualifikationsspielen der Nationalteams, den ganzen Reisen und dem demnächst beginnenden Dreitages-Rhythmus dürften die Bayern wohl jeden Spieler gut gebrauchen.
Seine erste Partie wird gegen den Hamburger SV sein, nach der Länderspielpause am Samstagabend. Und sein erstes internationales Spiel für die Bayern wird ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Chelsea sein. Denn am 17. September empfangen die Münchner die Londoner zum Auftakt der Champions-League-Ligaphase in der Allianz-Arena.
