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Hainer: „Wir sind vorsichtige Kaufleute“

Der FC Bayern will in diesem Sommer nur noch Spieler ausleihen. Wofür die Führungsriege auch eine Erklärung hat.

Bayern-Führungsduo spricht über das Transferfenster

Die Bundesliga-Saison fängt gerade erst an, doch beim Titelverteidiger FC Bayern haben sich bereits im Vorfeld wieder alle wichtigen Beteiligten geäußert. Und natürlich ging es dabei nur höchst selten um die tatsächliche Bundesliga-Saison, sondern eher darum, wie der FC Bayern diese denn anzugehen gedenkt.

18 von 18 Bundesliga-Trainern haben den FC Bayern als kommenden Meister getippt, wobei Bayern-Trainer angeblich gar nichts von dieser Umfrage wusste. Das spielt sowieso nur eine untergeordnete Rolle, schließlich verdeutlicht das Ergebnis, wie deutlich der Rekordmeister in diesem Jahr vorne gesehen wird.

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In der Bundesliga wird eher darüber diskutiert, wer denn als Nummer zwei hinter dem FC Bayern ins Ziel laufen könnte. Während beim FC Bayern darüber diskutiert wird, welche Spieler mit Kompany ins Ziel laufen. Nach etlichen geplanten und ungeplanten (Kingsley Coman nach Saudi-Arabian zu Al-Nassr) Abgängen ist die Offensive der Münchner dünn aufgestellt.

Zu dünn, wie es am Donnerstag sogar Eberl zugab.

Und während der Sportvorstand an diesem Umstand gerne etwas ändern würde, sind ihm gewissermaßen die Hände gebunden. Schließlich lautet die Vorgabe des Aufsichtsrates, das posaunte Ehrenpräsident Uli Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung heraus, dass in diesem verbleibenden Transfersommer kein Spieler mehr eingekauft, sondern höchstens ausgeliehen werden soll. Was Max Eberl öffentlich eher süffisant zur Kenntnis nahm.

„Wir wollen natürlich den maximalen sportlichen Erfolg, aber …“

„Wir sind vorsichtige Kaufleute“, beschwichtigte Präsident Herbert Hainer einen Tag später, wenige Stunden vor dem Eröffnungsspiel der Bayern gegen RB Leipzig am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker). „Wir wollen natürlich den maximalen sportlichen Erfolg, aber der FC Bayern ist auch bekannt dafür, dass er wirtschaftlich unheimlich stabil ist. Wir glauben, dass wir das mit einem Leihspieler gut abdecken können. Wir haben eine sehr, sehr starke Mannschaft.“

Die aber auf wackligen Füßen steht. Aktuell sind die Bayern eine Muskelverletzung bei Harry Kane oder Michael Olise davon entfernt, auf europäischer Ebene in die Bredouille zu geraten. „Letztes Jahr hatten wir einen breiteren Kader, da war die Diskussion, dass die Talente nicht zum Zug kamen“, verteidigt CEO Jan-Christian Dreesen die neue Ausrichtung. „Also irgendwas passt immer nicht. Wir können junge Talente nur mehr ans Spielen bringen, wenn sie auch eine Chance bekommen. Und wenn wir jede Position doppelt und dreifach oder noch mehr besetzen, wird es komplizierter.“

Der Vorstandsvorsitzende hofft auf Eigengewächse wie Lennart Karl und Co., weiß aber auch: „Wir können eine weitere Verstärkung in der Offensive sicherlich noch gut gebrauchen. Da bleibt nur zu sagen, dass das Transferfenster bekanntermaßen endgültig erst am 1. September schließt.“ Und bis dahin soll auf jeden Fall noch ein Neuzugang kommen.

Und dennoch, erwidert Hainer, „ist es ja nicht so, dass wir kein Geld ausgeben. Wir haben 75 Millionen für Luis Diaz ausgegeben.“ Wobei es eigentlich nur 67,5 gewesen sein sollen. „Auch eine Leihe kostet Geld. Sie müssen die Leihgebühr bezahlen, Sie müssen das Gehalt des Spielers zahlen. Deswegen haben wir so gehandelt, wie wir handeln.“

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