Werder Bremen hat einen Lauf und träumt von Europa. Unter der Woche gab es allerdings mit dem Abgang von Oliver Burke eine negative Nachricht. Am Freitag bezog Coach Ole Werner Stellung und verriet, wie er mit dem Angreifer nun umgeht.
Coach über Burke-Abgang
An der Weser war man eigentlich zuversichtlich, dass Oliver Burke auch in der kommenden Saison in Grün-Weiß spielen wird. Aber der Schotte, der zunächst aussortiert war und zuletzt wieder zum wichtigen Stammspieler wurde, entschied sich anders und teilte dem Verein mit, dass er einen anderen Weg einschlagen und ablösefrei wechseln wird. Es sieht danach aus, dass er sich für Union Berlin entschieden hat, offiziell bestätigt haben das die Köpenicker noch nicht.
Natürlich wurde auch Coach Ole Werner am Freitag auf der turnusmäßigen Pressekonferenz zu Burke befragt. „Er hat sich für einen anderen Weg entschieden. Wir hätten gerne mit ihm weitergearbeitet. Ich kann zumindest in sofern eine Entscheidung nachvollziehen, wenn man weiß, was das im Hintergrund für ein Paket ist. Das ist Teil des Geschäfts, manche gehen, andere kommen. Es ist, wie es ist“, so der Coach ganz nüchtern.
Unruhe oder dergleichen hat er durch die Wechsel-Entscheidung bei der Mannschaft und auch beim Spieler in den letzten Tagen nicht verspürt. „Wir sind alle lange genug in dem Geschäft und es ist eben die Zeit, in der Spieler entscheiden, ob sie bei einem Verein bleiben oder nicht. Oder wo eben Vereine entscheiden, ob Verträge verlängert werden oder nicht“, weiß Werner.
Es drängt sich natürlich die Frage auf, ob Werner weiterhin auf den zuletzt gesetzten Schotten mit dem Platz setzt, oder ob er eben andere Spieler aufbieten wird. Auch hier blieb der Coach ganz professionell: „Solange es für uns in der Tabelle darum geht, bestmöglich abzuschneiden, werde ich es so machen, wie man es machen muss: Immer alles in den Dienst dieser Ziele stellen. Dann werde ich versuchen, die bestmöglichen Entscheidungen für Mannschaft und Vereinserfolg treffen. Da können sich Spieler und Verein auf meine Professionalität verlassen, dass ich da Dinge nicht persönlich nehme.“
„Gehen mit breiter Brust in die letzten vier Spiele“
Bremen hat nach seiner Siegesserie von zuletzt vier Dreiern in Folge dieses Jahr doch noch die Chance, sich für Europa zu qualifizieren. Platz sechs ist momentan nur zwei Zähler weg und auch Rang fünf (drei Punkte) und vier (vier Zähler) sind vier Spieltage vor dem Saisonende noch in Sichtweite.
„Wir sind gut positioniert, haben in 30 Spielen einen guten Job gemacht, den wollen wir fortsetzen“, so Werner, der dann aber auch nochmal nüchtern festhielt: „Man sieht es ja unter der Woche, wenn ein Spieler zu Union Berlin wechselt und mal Zahlen öffentlich werden, ganz gut, wo wir in der Nahrungskette finanziell in der Liga stehen. Wie da so die Unterschiede teilweise sind. Dafür haben wir bis zum jetzigen Zeitpunkt eine sehr gute Saison gespielt. Wir gehen mit breiter Brust in die letzten vier Spiele.“
Werner schwärmt von St. Pauli
Das erste davon geht gegen den FC St. Pauli, am Sonntagabend vor heimischer Kulisse. Die Kiez-Kicker traten zuletzt sehr stabil auf und haben bei acht Punkten Vorsprung auf Rang 16 den Klassenerhalt fast sicher. „Das ist eine Mannschaft, die sehr wenig zulässt, die insgesamt sehr diszipliniert verteidigt. Sie sind laufstark und als Mannschaft auf dem Platz, machen alles gemeinsam. Das entscheidet sie von manchen anderen Teams, die mehr auf individuelle Qualität setzen. Sie sind extrem schwer zu schlagen“, schwärmt Werner vom kommenden Gegner.“

