Beim 1:0 gegen Bochum bringen drei Einwechselspieler den zuvor ausgebliebenen Schwung – doch die Startelf des SV Werder Bremen steht aktuell. Nicht zum ersten Mal unter Coach Ole Werner.
Friedl ist „Trainer dankbar“
Never change a winning team – es gilt als bekannt, dass Ole Werner dieser Weisheit so einiges abgewinnen kann. Funktioniert seine Mannschaft gut, geht er nur ungern ein Risiko ein, dies mit übermäßig vielen personellen Änderungen zu gefährden. Und aktuell funktioniert der SV Werder Bremen gut: Drei Siege in Serie waren es vor dem Wochenende – weshalb der Cheftrainer auch am Samstag gegen den VfL Bochum die identische Startaufstellung wählte wie in den vergangenen vier Partien zuvor schon.
Es folgte nun ja auch der vierte Sieg in Folge. Doch dass die weitgehend zäh verlaufende Partie im Weserstadion letztlich noch mit 1:0 zugunsten der Gastgeber entschieden werden konnte, verdankten die Bremer allen voran drei Einwechselspielern: Leonardo Bittencourt, Marco Grüll und Justin Njinmah belebten das insbesondere aus Werder-Perspektive müde Geschehen mit ihrer Hereinnahme in Minute 68, jeder auf seine Weise, auch mit Beteiligung am Siegtor. Das Trio lieferte also durchaus Startelf-Argumente.
Werner: „Das war diesmal mitentscheidend“
„Ich hatte schon den Eindruck, dass alle drei Spieler ihren Job gut gemacht haben, uns mehr Ballsicherheit und eine bessere Staffelung gegeben haben“, konstatierte Coach Werner: „Und deshalb war das diesmal auch mitentscheidend, dass wir das Spiel noch gewonnen haben.“
Laut Kapitän Marco Friedl halte der 36-Jährige so auch die Spannung in der Mannschaft hoch – trotz aktuell weniger Abweichungen bei seiner Startelf: „Das sagt der Trainer Woche für Woche: Wir hatten es schon so oft, dass die Einwechselspieler das Spiel entschieden haben.“
- Einzelkritik: Friedl bleibt unüberwindbar und einer macht’s dämlich (k+)
Dass Werder es am Samstag lange Zeit „generell als Mannschaft nicht so gut gemacht hat“, wie Friedl sagte, habe Werner dann erkannt: „Er ist dann in der Lage, die richtigen Spieler zu bringen. Das hat er einmal mehr unter Beweis gestellt, deshalb sind wir ihm sehr dankbar. Und hoffentlich bekommen wir es nächste Woche dann von Anfang an besser hin.“
Schon einmal stellte Werner fünfmal gleich auf
Ob der Werder-Coach dann zum Abschluss des 31. Spieltags gegen den FC St. Pauli (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) eine veränderte Startelf ins Rennen schicken wird? Zum Ende der Vorsaison hatte Werner ja schon einmal fünfmal in Folge auf die gleichen Spieler vertraut (vom 30. bis zum 34. Spieltag), auch da gab ihm die Ausbeute durchaus recht: Werder blieb ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis). Nun erscheinen die Vorzeichen (vier Siege) gar noch mal deutlicher.

